Produktion/Absatz, Zusammenfassung

Verdi bestreikt Briefzentren der Post

04.02.2025 - 14:53:37 | dpa.de

Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Post macht die Gewerkschaft Verdi mit Warnstreiks Druck auf die Arbeitgeber.

Die BeschĂ€ftigten in bundesweit ausgewĂ€hlten Briefzentren seien am Dienstag zur Arbeitsniederlegung aufgerufen, teilte Verdi in Berlin mit. Es geht etwa um Briefzentren in Heilbronn, Mannheim, Freiburg und Offenburg (Baden-WĂŒrttemberg) sowie in Köln, Bonn, Hagen und Siegen (NRW).

In Briefzentren werden die Sendungen sortiert und an ZustellstĂŒtzpunkte weitergeleitet, wo Postboten die Briefe mitnehmen und dann ausliefern. In der vergangenen Woche hatte Verdi bereits an drei Tagen andere Standorte der zum Logistiker DHL gehörenden Post bestreikt.

Die Deutsche Post sprach zunÀchst von einer "eher niedrigen" Beteiligung an dem Ausstand, etwa 450 BeschÀftigte an 21 Briefzentren hÀtten mitgemacht. Bundesweit hat die Post 21.600 BeschÀftigte an 82 Briefzentren.

Wohl nur eine niedrige einstellige Prozentzahl der Briefe bleibe streikbedingt zunĂ€chst liegen und werde nicht wie vorgesehen an die ZustellstĂŒtzpunkte weitergeleitet - diese Menge fehlt am Mittwoch zum Austragen. Schon am Dienstag blieb wegen des Warnstreiks kein Briefkasten leer, das wird vermutlich am Mittwoch folgen. Auf die Bundestags-Briefwahl haben die Warnstreiks nach EinschĂ€tzung einer Firmensprecherin bislang keine Auswirkungen.

Verdi fordert krÀftige Lohnerhöhung

Die Gewerkschaft fordert ein Entgeltplus von sieben Prozent fĂŒr die rund 170.000 TarifbeschĂ€ftigten der Post in Deutschland. Außerdem sollen sie drei Extra-Urlaubstage bekommen. Wer Verdi-Mitglied ist, soll sogar vier zusĂ€tzliche Urlaubstage bekommen. Ihre Forderung begrĂŒndet die Gewerkschaft mit dem verteuerten Alltag und der gestiegenen Arbeitsbelastung, die mehr Freizeit und damit auch mehr Erholung erforderlich mache.

Der Post gehen die Forderungen zu weit, sie fordert eine wirtschaftlich tragfĂ€hige Tariferhöhung. Dabei verweist das Unternehmen auf die im Digitalzeitalter schrumpfenden Briefmengen und den hohen Investitionsbedarf. Der Spielraum fĂŒr Lohnerhöhungen sei "sehr gering", hieß es vom Unternehmen. Die Post kĂŒndigte an, in der nĂ€chsten, am 12. Februar startenden Tarifrunde ein Angebot vorzulegen.

"Statt darauf zu beharren, dass die Forderungen nicht finanzierbar sind, sollten die Arbeitgeber lieber genau zuhören", sagte Gewerkschafter Thomas GroßstĂŒck. "Die BeschĂ€ftigten wissen am besten, wie man die Arbeit entlastender und damit auch attraktiver gestalten kann und was faire Bezahlung bedeutet."

Die Post-Sprecherin nannte den Warnstreik an den Briefzentren "nicht nachvollziehbar". Man strebe weiterhin eine Lösung am Verhandlungstisch an, die die Interessen der Mitarbeitenden berĂŒcksichtige und die ZukunftsfĂ€higkeit des Unternehmens sichere. "Das sollte auch im Interesse der Arbeitnehmerseite sein", so die Firmensprecherin.

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