Immobilienpreise, Jahren

Immobilienpreise steigen erstmals seit 2022

26.03.2026 - 03:21:47 | boerse-global.de

Nach zwei Jahren des Rückgangs steigen deutsche Immobilienpreise wieder, wobei ländliche Regionen stärker zulegen als Metropolen. Experten erwarten 2026 einen moderaten Anstieg.

Immobilienpreise steigen erstmals seit 2022 - Foto: über boerse-global.de
Immobilienpreise steigen erstmals seit 2022 - Foto: über boerse-global.de

Die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland sind 2025 wieder gestiegen. Das Statistische Bundesamt (Destatis) meldet einen Anstieg von 3,2 Prozent im Jahresdurchschnitt. Damit endet die zweijährige Phase des Preisrückgangs. Im vierten Quartal 2025 verteuerten sich Immobilien im Schnitt um 3,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal – der ffifth Anstieg in Folge.

Die Trendwende wirft eine zentrale Frage auf: Ist der Traum vom Eigenheim in dieser Marktlage ein finanzieller Fehler? Die Antwort fällt regional sehr unterschiedlich aus.

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Stärkster Anstieg auf dem Land

Die neuen Daten zeigen ein klares Stadt-Land-Gefälle. Für Eigentumswohnungen zahlten Käufer in dünn besiedelten ländlichen Kreisen im vierten Quartal durchschnittlich 5,4 Prozent mehr. In kreisfreien Großstädten außerhalb der Top-Metropolen stiegen die Preise um 4,8 Prozent. In den sieben größten Städten – Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf – war der Zuwachs mit 2,1 Prozent moderater.

Auch Ein- und Zweifamilienhäuser verteuerten sich auf dem Land stärker (plus 3,2 Prozent) als in den Metropolen (plus 1,5 Prozent). Aktuell liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis bundesweit bei 3.129 Euro.

Mieten klettern weiter – Bauzinsen bleiben hoch

Parallel zu den Kaufpreisen ziehen auch die Mieten an. Besonders in Ballungszentren und Uni-Städten ist der Druck hoch. Studierende zahlten für ein WG-Zimmer im Schnitt bereits 512 Euro monatlich. In München sind es durchschnittlich 800 Euro, in Berlin 650 Euro. Experten prognostizieren für dieses Jahr einen weiteren Mietanstieg von drei bis vier Prozent.

Ein entscheidender Faktor für Kaufwillige sind die Bauzinsen. Sie bewegen sich derzeit für 10-jährige Zinsbindungen zwischen 3,5 und über 4,0 Prozent. Fachleute erwarten eine Seitwärtsbewegung mit leichter Aufwärtstendenz. Einige Prognosen sehen Zinsen für lange Laufzeiten sogar über 4,5 Prozent.

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Die ewige Frage: Mieten oder kaufen?

Vor diesem Hintergrund wird die Entscheidung zwischen Miete und Eigentum komplex. Der Kauf ermöglicht langfristig Vermögensaufbau – nach zehn Jahren sind oft über 100.000 Euro Eigenkapital im Objekt gebunden. Mieter haben dagegen nur ihre Kaution als Rücklage.

Doch die monatliche Belastung durch Kreditraten kann in Großstädten deutlich über der Miete liegen. Dafür bietet das Mieten mehr Flexibilität, was bei unsicherer Jobzukunft ein Vorteil ist. Langfristig droht jedoch eine Falle: In vielen Städten steigen die Mieten schneller als die Immobilienpreise.

Experten erwarten moderaten Preisanstieg

Wie geht es weiter? Immobilienexperten rechnen 2026 mit einem moderaten Preisanstieg von drei bis vier Prozent im Bundesdurchschnitt. In gefragten Metropolen könnte es mehr sein. „Ich sehe keine Anzeichen für eine nachlassende Nachfrage“, sagt Michael Neumann, Vorstandschef des Kreditvermittlers Dr. Klein.

Regulatorische Änderungen könnten den Markt zusätzlich beeinflussen. Eine geplante Mietrechtsreform will die Jahressteigerung bei Indexmieten in angespannten Märkten auf 3,5 Prozent deckeln. Das schützt Mieter, könnte aber Investitionen in Mietwohnungen unattraktiver machen.

Wohnungsmangel bleibt das Kernproblem

Die größte Herausforderung ist der anhaltende Wohnungsmangel in den Metropolen. Obwohl die Baugenehmigungen wieder steigen, reichen die moderaten Nachfragesteigerungen oft nicht für profitable Projekte. Die Insolvenzen bei Bauträgern bleiben hoch.

Ein nachhaltiger Schub für den Wohnungsbau ist 2026 nicht in Sicht. Die Entscheidung zwischen Miete und Kauf bleibt daher eine hochindividuelle Abwägung zwischen langfristiger Vermögensbildung und kurzfristiger finanzieller Flexibilität.

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