Immobilienpreise, Folge

Immobilienpreise steigen viertes Quartal in Folge

22.03.2026 - 07:32:36 | boerse-global.de

Deutsche Wohnimmobilienpreise verzeichnen erneutes Quartalsplus. Die Erholung wird von stabilen Zinsen und hoher Nachfrage in Metropolen getrieben, während der Neubau hinterherhinkt.

Immobilienpreise steigen viertes Quartal in Folge - Foto: über boerse-global.de
Immobilienpreise steigen viertes Quartal in Folge - Foto: über boerse-global.de

Deutsche Wohnimmobilien verteuern sich weiter. Neue Daten bestätigen einen Preisanstieg im vierten Quartal 2025 – bereits das vierte Quartal in Folge mit einem Plus. Der Markt stabilisiert sich damit deutlich nach der vorherigen Korrekturphase.

Nachfrage treibt Preise an

Der Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) meldet ein Plus von 1,0 Prozent für Wohnimmobilien im vierten Quartal 2025 gegenüber dem Vorquartal. Über das gesamte Jahr 2025 summiert sich der Anstieg auf 4,0 Prozent. Ein knappes Angebot trifft auf ungebrochen hohe Nachfrage, besonders in den Ballungszentren. Gleichzeitig bremst ein verlangsamtes Bautempo den Markt aus.

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Der vdp-Index, basierend auf Transaktionsdaten von über 700 Banken, verzeichnete im Jahresvergleich ein Plus von 4,2 Prozent. Am stärksten stiegen die Preise für Mehrfamilienhäuser mit 5,3 Prozent. Auch die Neuvertragsmieten zogen um 3,5 Prozent an.

Metropolen ziehen das Rennen an

Die Erholung verläuft regional sehr unterschiedlich. Laut dem ImmoScout24 WohnBarometer stiegen die Kaufpreise für Eigentumswohnungen erstmals seit 2020 wieder in allen acht deutschen Metropolen. Berlin führte mit einem Quartalsplus von 2,3 Prozent das Feld an.

Frankfurt am Main verzeichnete im Jahresvergleich das stärkste Wachstum mit 5,7 Prozent. Im Gegensatz dazu nimmt das Kaufinteresse im ländlichen Raum tendenziell ab. Experten rechnen damit, dass diese Kluft zwischen Stadt und Land weiter bestehen bleibt.

Stabilere Zinsen befeuern den Markt

Eine zentrale Rolle für die Erholung spielen die Finanzierungsbedingungen. Nach mehreren Leitzinssenkungen der Europäischen Zentralbank (EZB) haben sich die Bauzinsen bei rund 3,5 bis 4 Prozent für zehnjährige Kredite eingependelt. Diese Planungssicherheit hat die Käufer zurück an den Markt gebracht.

Doch der strukturelle Engpass bleibt: Der Neubau kann den Bedarf in den Städten bei weitem nicht decken. Experten warnen, dass ohne deutlich mehr neue Wohnungen der Preisdruck hoch bleiben wird.

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Was bedeutet das für Käufer?

Branchenbeobachter sehen den Markt auf einem moderaten, aber stetigen Wachstumspfad. Prognosen für 2026 reichen von Preissteigerungen zwischen zwei und vier Prozent. Das Zeitfenster für besonders günstige Einstiege schließt sich damit möglicherweise.

Besonders Immobilien mit guter Energieeffizienz bleiben stark nachgefragt. Käufer achten zunehmend auf die langfristigen Betriebskosten. Die weitere Entwicklung hängt maßgeblich von der Zinspolitik der EZB und der allgemeinen Konjunktur ab.

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