KassenĂ€rzte fĂŒr höhere Steuern auf Tabak und Alkohol
10.02.2026 - 14:07:26Hier gebe es eine konkrete AbhĂ€ngigkeit zwischen Verhalten und der Finanzierung der Versorgung, sagte er in Berlin. Die Mehreinnahmen sollte dann gezielt in den Gesundheitssektor flieĂen. Gassen sprach etwa von denkbaren zwei Euro mehr fĂŒr eine Zigarettenschachtel oder fĂŒr eine Flasche Wein.
"Dadurch wird keiner in die Verelendung gestoĂen", erlĂ€uterte der Vorstandsvorsitzende der KassenĂ€rztlichen Bundesvereinigung (KBV). Im Zweifel habe es auch noch einen vorbeugenden Aspekt. "Es wird niemand begrĂŒnden können, was an Tabakkonsum positiv ist, auĂer dass man damit Geld verdienen kann." Gleiches gelte fĂŒr Alkohol. Eine Zuckersteuer gebe es in vielen LĂ€ndern. "Wer sagt, das ist mir dann zu teuer - noch besser."
VorschlĂ€ge fĂŒr Einsparungen
Eine Erhöhung der Alkohol- und Tabaksteuer gehört zu VorschlĂ€gen der KBV fĂŒr die Beratungen einer Kommission zur Finanzierung der Krankenversorgung, die Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) eingesetzt hat. Das gröĂte Entlastungspotenzial sieht die KBV demnach darin, versicherungsfremde Leistungen durch Steuermittel zu finanzieren. Gassen Ă€uĂerte sich skeptisch zu SPD-VorschlĂ€gen fĂŒr eine Gesundheitsabgabe auf Miet- und KapitaleinkĂŒnfte. So stellten sich Fragen, wenn eine Immobilie einem Privatversicherten gehöre. "Warum sollte der die gesetzliche Krankenversicherung subventionieren?"

