Nahverkehr-Warnstreiks, RuhrgebietsstÀdten

Nahverkehr-Warnstreiks in mehreren RuhrgebietsstÀdten

05.03.2026 - 12:09:35 | dpa.de

In mehreren StĂ€dten des Ruhrgebiets mĂŒssen FahrgĂ€ste an diesem Samstag (7.

MĂ€rz) mit massiven EinschrĂ€nkungen im kommunalen Nahverkehr rechnen. Die Gewerkschaft Verdi ruft die BeschĂ€ftigten der Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG (Bogestra), der Straßenbahn Herne - Castrop-Rauxel GmbH (HCR) und der Vestischen in Herten fĂŒr diesen Tag zu einem ganztĂ€gigen Warnstreik auf.

Auch Fußball-Spiel betroffen

In den betroffenen Unternehmen werden nach EinschĂ€tzung von Verdi am Samstag von der frĂŒhesten FrĂŒhschicht bis zur spĂ€testen SpĂ€tschicht keine Busse und Bahnen fahren. Die Streikmaßnahmen werden laut der Gewerkschaft damit auch das Zweitliga-Heimspiel des VfL Bochum betreffen, der am Samstagabend gegen den 1. FC Kaiserslautern antritt. S-Bahnen und RegionalzĂŒgen sind nicht von dem Tarifkonflikt betroffen.

Welche neuen Warnstreiks sind bereits bekannt?

In Köln, Bonn und Monheim mĂŒssen FahrgĂ€ste an diesem Freitag (6. MĂ€rz) mit massiven EinschrĂ€nkungen im kommunalen Nahverkehr rechnen. Verdi hat die BeschĂ€ftigten der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB), der Stadtwerke Bonn sowie der Bahnen der Stadt Monheim fĂŒr diesen Tag zu einem ganztĂ€gigen Warnstreik aufgerufen. Einige Busse, die von Subunternehmen betrieben werden, können fahren.

Warum werden Verkehrsbetriebe bestreikt?

Die zweite Verhandlungsrunde fĂŒr die etwa 30.000 BeschĂ€ftigten in rund 30 kommunalen Verkehrsbetrieben in Nordrhein-Westfalen ist am Dienstag (3. MĂ€rz) in Bochum ohne eine Einigung zu Ende gegangen. Verdi NRW will die wöchentliche Arbeitszeit von 39 auf 37 Stunden bei vollem Lohnausgleich verkĂŒrzen. Die Ruhezeit zwischen zwei Schichten soll von 10 auf 11 Stunden erhöht werden. Der Zuschlag fĂŒr Sonntagsarbeit soll von 25 Prozent des Stundenentgelts auf mindestens 40 Prozent steigen, fordert Verdi NRW.

Arbeitgeber halten Forderungen fĂŒr ĂŒberzogen

Der Kommunale Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen wirft Verdi seit Wochen vor, die Augen vor der desolaten Finanzlage der Verkehrsbetriebe zu verschließen. Die Tarif- und Entgeltbedingungen hĂ€tten sich schon deutlich verbessert, der Nahverkehr biete bereits attraktive ArbeitsplĂ€tze. WĂŒrde man den Forderungen nachkommen, mĂŒsse voraussichtlich an vielen Stellen verstĂ€rkt etwa ĂŒber die Einstellung von Linien, lĂ€ngere Takte und die Vergabe von Beförderungen ans private Busgewerbe nachgedacht werden.

Wann wird wieder verhandelt?

Die Tarifverhandlungen werden am 24. MĂ€rz in dritter Runde fortgesetzt.

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