Aktie, Insolvenz-Finale

iRobot Aktie: Insolvenz-Finale

27.01.2026 - 21:00:32

iRobot hat das Chapter-11-Verfahren abgeschlossen und firmiert nun als Tochter von Picea Robotics. Für Aktionäre bedeutet dies eine fast vollständige Entwertung ihrer Anteile.

iRobot hat das Chapter-11-Verfahren in den USA abgeschlossen und tritt künftig als umstrukturierte US-Tochter von Picea Robotics auf. Für die Aktionäre fällt die Bilanz jedoch verheerend aus: Der Kurs notiert heute im Cent-Bereich, die einjährige Wertvernichtung ist nahezu total. Wie stark spiegelt der aktuelle Kursverlauf die Folgen der Restrukturierung wider?

Abschluss von Chapter 11

Nach Angaben von The Robot Report ist iRobot aus dem Chapter-11-Insolvenzverfahren hervorgegangen. Das Unternehmen arbeitet nun als reorganisierte US-Tochter des chinesischen Robotikunternehmens Picea.

Damit ist das Insolvenzverfahren formell beendet, das mit dem Antrag vom 16. Dezember 2025 gestartet war. Bereits kurz nach der Insolvenzanmeldung hatte Picea laut Finanznachrichten.de die Markenrechte für internationale Märkte gesichert. Die jetzige Einordnung als Picea-Tochter schließt diese Übernahme- und Integrationsphase ab.

Im Kern zeigt die Struktur: Die operative Einheit und Marke werden unter neuem Eigentümer fortgeführt, während die bisherige Eigenkapitalbasis weitgehend entwertet wurde.

Kursverfall und Handelsstatus

Der Kursverlauf unterstreicht die Schwere der Entwicklung. Heute liegt die Aktie laut boerse.de bei 0,0600 Euro, ein Tagesverlust von 17,24 Prozent. Auf Zwölfmonatsbasis summiert sich der Rückgang auf 98,11 Prozent.

Wesentliche Daten im Überblick:

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei iRobot?

  • Aktueller Kurs: 0,0600 Euro
  • Tagesveränderung: -17,24 %
  • 1-Jahres-Performance: -98,11 %
  • Kernereignis: Abschluss Chapter 11, iRobot wird Picea-Tochter
  • Handelsstatus: Aussetzung („Suspension“) auf Xetra

Finanznachrichten.de meldet, dass der Handel auf Xetra ausgesetzt ist – ein typischer Vorgang bei finalen Schritten in Insolvenz- oder Umstrukturierungsphasen. Auf einigen Regionalbörsen oder im außerbörslichen Handel sind zwar noch Kurse sichtbar, doch das Niveau von rund 6 Cent signalisiert, dass das verbliebene Eigenkapital aus Sicht des Marktes kaum noch Wert hat.

Der drastische Abschlag von deutlich höheren Kursen im vergangenen Jahr auf unter 10 Cent macht die Risiken von Insolvenz- und Restrukturierungsverfahren für Aktionäre sichtbar. Der nun vollzogene Exit aus Chapter 11 stellt vor allem das Weiterbestehen des operativen Geschäfts unter dem Dach von Picea sicher – nicht die Werterhaltung der bisherigen Anteilseigner.

Einordnung der Lage

Mit dem Übergang zu Picea Robotics als neuer Eigentümerstruktur ist die gesellschaftsrechtliche Neuaufstellung weitgehend geklärt. Entscheidend bleibt nun, wie Picea die Marke und das Geschäft künftig strategisch einbindet und entwickelt.

Für die Börsennotiz der bisherigen iRobot-Aktie ist dagegen vor allem relevant, ob und in welcher Form der Handel auf den Hauptplätzen wieder aufgenommen wird oder ob ein Delisting beziehungsweise eine tiefgreifende Umstellung der Kapitalstruktur folgt. In der aktuellen Konstellation verdichtet sich das Bild, dass die operative Fortführung des Unternehmens klar Vorrang vor der Werterhaltung der Altkapitalbasis erhalten hat.

Anzeige

iRobot-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue iRobot-Analyse vom 27. Januar liefert die Antwort:

Die neusten iRobot-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für iRobot-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

iRobot: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




@ boerse-global.de | US4627261005 AKTIE