KI-Reallabore, Workflow-Optimierung

KI-Reallabore treiben Workflow-Optimierung voran

25.01.2026 - 05:40:12

Geschützte KI-Testumgebungen helfen vor allem KMU, Prozesse zu automatisieren und die EU-Vorgaben des AI Act rechtskonform umzusetzen.

KI-Reallabore werden zum entscheidenden Treiber für effizientere Abläufe in der deutschen Industrie. In diesen geschützten Testumgebungen erproben Unternehmen Künstliche Intelligenz unter realen Bedingungen, bevor sie sie flächendeckend einführen. Besonders für KMU und Start-ups ist das ein wichtiger Hebel, um wettbewerbsfähig zu bleiben und den Markteintritt zu beschleunigen.

Die Labore sind mehr als nur Testfelder. Sie fungieren als Brücke zwischen Forschung und Praxis. Denn Simulationen reichen oft nicht aus, um die komplexen Wechselwirkungen in einem echten Betriebsumfeld abzubilden. Projekte wie das KI-Reallabor der Smart Factory Lemgo stellen reale Produktionsdaten bereit, an denen Experten und Firmen gemeinsam Lösungen entwickeln.

Rechtssicherheit durch „Legal Quick Checks“

Ein zentraler Aspekt ist die Einhaltung des neuen EU AI Act. Bis August 2026 muss jeder EU-Staat mindestens ein KI-Reallabor einrichten. Initiativen wie das Fraunhofer-Projekt „KIRR Real“ reagieren darauf und bieten Unternehmen „Legal Quick Checks“ an. Diese Analysen helfen, die Rechtskonformität von KI-Anwendungen zu prüfen und Haftungsrisiken zu minimieren. Die anonymisierten Ergebnisse stehen später der gesamten Wirtschaft zur Verfügung.

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Wo KI heute schon Prozesse revolutioniert

Die Praxis zeigt bereits messbare Erfolge. Ein mittelständisches Logistikunternehmen konnte durch einen KI-Chatbot und automatisierte Workflows den manuellen Support-Aufwand um 68 Prozent reduzieren. Die Verarbeitungsgeschwindigkeit von Anfragen stieg um 62 Prozent.

Weitere konkrete Anwendungsfälle sind:
* Intelligente Datenanalyse für bessere Geschäftserkenntnisse
* Personalisierte Kundenkommunikation
* KI-gestützte Erstellung von Inhalten

Solche Automatisierungen entlasten Mitarbeiter von repetitiven Aufgaben und schaffen Raum für wertschöpfendere Tätigkeiten.

Ein Paradigmenwechsel für die Arbeitswelt

Die Integration von KI leitet einen tiefgreifenden Wandel ein. Experten gehen davon aus, dass sich Berufsbilder fundamental verändern: Routineaufgaben übernehmen Maschinen, während menschliche Fähigkeiten wie strategisches Denken und Empathie an Bedeutung gewinnen. Studien prognostizieren, dass zwar Jobs wegfallen, gleichzeitig aber neue Berufsfelder in der KI-Entwicklung und Datenanalyse entstehen.

Die flächendeckte Einrichtung von Reallaboren ist ein gesetzlich verankerter Schritt. Bis Ende 2025 sollen Ergebnisse aus Pilotprojekten wie in Hessen als Blaupause für weitere Implementierungen dienen. Für deutsche Unternehmen wird es entscheidend sein, diese Technologien nicht nur zu nutzen, sondern aktiv mitzugestalten.

@ boerse-global.de