Life-Science-Branche fordert Österreichs Politik zum Bürokratieabbau auf
28.01.2026 - 03:53:12Führende Vertreter der österreichischen Pharmaindustrie drängen auf schnellere Genehmigungsverfahren. Sie warnen: Langwierige Prozesse lassen den Standort im internationalen Wettbewerb zurückfallen. Die Forderung kommt zur rechten Zeit, denn die Bundesregierung will mit einer neuen Industriestrategie genau diese Schlüsseltechnologien stärken.
Die Botschaft ist klar: Um Investitionen anzulocken und das volle Potenzial auszuschöpfen, braucht es wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen. Besonders im Fokus der Kritik stehen die Zulassung neuer Therapien, klinische Studien und der Ausbau von Produktionskapazitäten. Von zügigen Reformen hängt ab, ob Österreich sein Renommee als europäischer Life-Science-Hub behaupten kann.
Forschung stark, Bürokratie stärker?
Die Life-Science-Branche ist der innovationsfreudigste Sektor Österreichs mit einer Forschungsquote von über 14 Prozent. Verbände wie die PHARMIG kritisieren jedoch seit Langem, dass die Bürokratie mit der rasanten Entwicklung nicht Schritt hält. Komplexe administrative Hürden erschweren den Weg von der Forschung bis zur Marktreife.
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Die Folgen sind weitreichend: Patienten warten länger auf neue Therapien, und internationale Investoren schauen sich nach agileren Standorten um. Unternehmen entscheiden sich maßgeblich für Orte mit Planbarkeit und Geschwindigkeit. Droht Österreich also der Abstieg?
Klinische Studien als größtes Nadelöhr
Ein besonders schmerzhafter Punkt sind die klinischen Studien. Europa verliert global an Anteil, auch Österreich ist betroffen. Lange Wartezeiten bei Behörden und Ethikkommissionen gelten als Haupthemmnis.
Die Politik hat reagiert: Seit April 2025 verkürzt sich die Frist für Genehmigungen rein nationaler Studien von 65 auf 30 Tage. Die Branche begrüßt diesen Schritt, sieht aber weiteren Handlungsbedarf. Kritisiert wird die Kleinteiligkeit der Prozesse, die bei multizentrischen Studien zu einem enormen administrativen Aufwand führt.
Regierung setzt auf Milliarden-Strategie
Die Bundesregierung hat den Handlungsdruck erkannt. In ihrer neuen Industriestrategie adressiert sie Life Sciences als eine von neun Schlüsseltechnologien. Bis 2029 sollen 2,6 Milliarden Euro aus dem FTI-Pakt in diese Zukunftsfelder fließen. Ein zentrales Versprechen: die Vereinfachung von Genehmigungsverfahren.
Ergänzt wird dies durch das „Austrian Life Sciences Programme“ der FFG, das mit 45 Millionen Euro Forschungsprojekte und klinische Studien fördert. Auf EU-Ebene soll der geplante „European Biotech Act“ Verfahren harmonisieren und beschleunigen.
Der Balanceakt zwischen Sicherheit und Tempo
Die Debatte zeigt den klassischen Zielkonflikt: Einerseits müssen hohe Sicherheits- und Ethikstandards gewahrt bleiben, andererseits darf Regulierung Innovation nicht ersticken. Für die exportstarke Volkswirtschaft Österreich sind die Life Sciences überlebenswichtig. Sie schaffen hochqualifizierte Jobs und sichern die Versorgung mit lebenswichtigen Medikamenten.
Neben bürokratischen Hürden sehen Industrievertreter auch in restriktiven Preismodellen und Erstattungsregeln eine Gefahr für die Planbarkeit und letztlich die Marktversorgung.
Jetzt kommt es auf die Umsetzung an. Die Weichen sind gestellt. Ob die angekündigten Maßnahmen ausreichen, um Österreichs Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Der Dialog zwischen Politik, Verwaltung und Wirtschaft muss nun Hürden identifizieren und abbauen. Gelingt das nicht, wandern wertvolle Investitionen und Innovationen weiter ab.
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