BrandsÀtze, Paketen

BrandsÀtze in Paketen: Litauen verdÀchtigt 16 Personen

18.11.2025 - 12:33:41

Litauen verdÀchtigt insgesamt 16 Personen einem Netzwerk anzugehören, das TerroranschlÀge in verschiedenen europÀischen LÀndern geplant und organisiert haben sollen.

Dazu sollen sie Pakete mit selbstgebauten SprengsĂ€tzen ĂŒber Kurierdienste in andere EU-LĂ€nder und nach Großbritannien versandt haben.

"Bislang wurden 16 Personen als VerdÀchtige benannt, gegen neun von ihnen wurde per Gerichtsbeschluss ein Haftbefehl erlassen, und wir warten auf die Vollstreckung des europÀischen Haftbefehls aus Estland", sagte GeneralstaatsanwÀltin Nida Grunskiene litauischen Medienberichten zufolge in Vilnius. NÀhere Angaben zu den VerdÀchtigen machte sie nicht.

Die litauischen Justizbehörden hatten zuvor im September bekanntgegeben, dass sie eine Gruppe von Personen ausgemacht hĂ€tten, die BrandsĂ€tze in Kurier-Paketen verschickt haben sollen. Zwei Sendungen wurden demnach von Vilnius mit DHL-Frachtflugzeugen nach Großbritannien verschickt, die beiden anderen mit DPD-Lastwagen nach Polen. Eines davon fing im Juli 2024 Feuer im DHL-Logistikzentrum Leipzig.

Drahtzieher aus Russland

Im Zuge der Ermittlungen sei den litauischen Behörden zufolge festgestellt worden, dass die Aktionen von russischen StaatsbĂŒrgern mit Verbindungen zum russischen MilitĂ€rgeheimdienst organisiert und koordiniert wurden. NĂ€here Angaben dazu machten sie damals nicht. Nach einer investigativen Recherche, die von Medien aus den baltischen Staaten und Polen zusammen mit dem russischen Portal "The Insider" durchgefĂŒhrt wurde, sollen die HintermĂ€nner frĂŒhere Sowjetoffiziere und Mitarbeiter von russischen Geheimdiensten sein.

Der Recherche zufolge sollen die Pakete mit hochentzĂŒndlichen BrandsĂ€tzen vor ihrer Aufgabe fast einen Monat lang unbemerkt durch verschiedene europĂ€ische LĂ€nder transportiert worden sein. Demnach passierten sie mehrfach die Grenzen der baltischen Staaten und Polens. Auch soll der Fall mit den BrandanschlĂ€gen auf Einkaufszentren in Vilnius und Warschau in Verbindung stehen.

@ dpa.de