Mietpreisbremse, Inflation

Mietpreisbremse dämpft 2026 die Inflation

09.02.2026 - 12:52:12

Die verschärfte Mietpreisregulierung in Österreich trägt wesentlich zum erwarteten Rückgang der Teuerungsrate auf 2,4 Prozent bei, während sich der Konflikt zwischen Mietern und Vermietern zuspitzt.

Die erweiterte Mietpreisbremse zeigt Wirkung und trägt maßgeblich zum erwarteten Inflationsrückgang in Österreich bei. Prognosen sehen die Teuerungsrate in diesem Jahr bei nur noch 2,4 Prozent.

Damit bestätigen sich die Hoffnungen der Bundesregierung, die mit dem verschärften Mietpaket direkt in den Markt eingriff. Mieterverbände atmen auf, während die Immobilienwirtschaft vor Investitionsrückgängen warnt.

Neues Regelwerk bremst Mietanstieg

Seit Jahresbeginn gilt ein verschärftes Regelwerk. Der Kern: Überschreitet die Inflation die 3-Prozent-Marke, darf nur noch die Hälfte des darüber liegenden Teils an die Mieter weitergegeben werden. Zudem sind Anpassungen nur noch einmal jährlich erlaubt.

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Diese Deckelung betrifft nun auch stärker den bisher weniger regulierten freien Markt. Für Mieter in Ballungsräumen wie Wien oder Salzburg bedeutet das gesetzlich abgefederte Mieten.

WIFO sieht Bremse als Teuerungsdämpfer

Das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) prognostiziert für 2026 eine Inflationsrate von 2,4 Prozent. Ökonomen führen den deutlichen Rückgang nicht allein auf sinkende Energiepreise zurück.

  • Direkter Effekt: Da Wohnkosten einen großen Teil des Warenkorbs ausmachen, dämpft jede gebremste Mieterhöhung sofort den Verbraucherpreisindex.
  • Spirale verhindert: Die Mietpreisbremse unterbricht eine gefürchtete Lohn-Preis-Spirale in diesem Sektor. Wären die vollen Teuerungsraten der Vorjahre durchgeschlagen, hätte das die Inflation erneut angeheizt.

Dennoch bleibt die Lage angespannt. Die Kerninflation, die volatile Preise wie Energie ausklammert, sinkt nur langsam.

Scharfer Konflikt zwischen Mietern und Vermietern

Trotz der gesamtwirtschaftlich positiven Signale bleibt die Maßnahme höchst umstritten.

Mietervertreter kritisieren weiterhin zu viele Schlupflöcher, besonders bei befristeten Verträgen im Neubau. Die Belastung für einkommensschwache Haushalte bleibe hoch.

Die Immobilienwirtschaft schlägt Alarm. Branchenverbände warnen, die künstlich gedrückten Mieteinnahmen lägen unter den steigenden Kosten für Instandhaltung und Sanierung. Die Folge: Investitionen in Neubau und Modernisierung würden ausbleiben, das Angebot verknappen sich. Die Deckelung sei ein schwerer Eingriff in die Vertragsfreiheit.

April als nächster großer Stresstest

Alles blickt nun auf den 1. April. An diesem Stichtag werden traditionell die Richtwertmieten angepasst – dieses Jahr erstmals unter dem neuen, strengeren Regime.

Die Veröffentlichung der konkreten Anpassungsfaktoren in den kommenden Wochen dürfte die politische Debatte neu entfachen. Kann die Politik den Spagat zwischen leistbarem Wohnen und attraktiven Investitionsbedingungen schaffen? Die nächsten Monate werden es zeigen.

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