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Aktien Frankfurt: Dax setzt Rekordrally fort - Starker Januar

31.01.2025 - 11:50:42 | dpa.de

Mit leichten Gewinnen hat der Dax DE0008469008 seinen Rekordlauf am Freitag fortgesetzt.

Am Vormittag nÀherte sich der Leitindex mit knapp 21.800 Punkten in der Spitze weiter der nÀchsten runden Marke von 22.000 ZÀhlern, die nur noch gut ein Prozent entfernt liegt. Zur Mittagszeit legte der Leitindex dann 0,15 Prozent auf 21.760 Punkte zu.

Sorgen vor Billig-KI-Konkurrenz aus China hatte der Dax zu Wochenbeginn schnell abgehakt, denn mittlerweile hat er in der Wochenbilanz 1,7 Prozent gewonnen. Mit einem Januar-Anstieg um aktuell 9,3 Prozent fÀllt der Jahresauftakt nach den starken Vorjahresgewinnen stark aus, was allerdings im ersten Börsenmonat nicht ganz ungewöhnlich ist. 2023 hatte er im Januar 8,7 Prozent gewonnen, 2015 gut neun Prozent und 2012 sogar 9,5 Prozent.

In der zweiten deutschen Börsenreihe lag der MDax DE0008467416 am Freitag mit 26.806 Punkten um 0,27 Prozent ĂŒber Vortagsniveau. Der EuroStoxx EU0009658145 als Leitindex der Eurozone gewann außerdem 0,31 Prozent auf 5.299 ZĂ€hler. Sein Rekordhoch aus dem Jahr 2000 von 5.522 Punkten rĂŒckt langsam nĂ€her.

"Effizientere KĂŒnstliche Intelligenz wird den Boom nicht stoppen, sondern beschleunigen", sagte am Freitag der Portfoliomanager Jack Janasiewicz von Natixis IM Solutions. Wenn mit geringeren Kosten dieselbe Leistung möglich sei, stiegen nicht nur die Margen der Tech-Firmen, sondern auch die gesamtwirtschaftliche ProduktivitĂ€t. "Höhere Kapitalrenditen könnten also zu noch mehr Investitionen in KI fĂŒhren, anstatt sie zu reduzieren", so der Experte.

Auch die Zinsentscheide der US-Notenbank Fed und der EuropĂ€ischen Zentralbank brachten den deutschen Leitindex im Wochenverlauf nicht aus dem Tritt. Vielmehr greift die EZB der trĂ€gen europĂ€ischen Wirtschaft mit niedrigeren Zinsen unter die Arme. Die Experten Ralf Umlauf und Ulrich Wortberg von der Landesbank Helaba warnten allerdings am Freitag vor einer mittlerweile ĂŒberkauften und korrekturbedĂŒrftigen Marktlage.

"Je nach Nachrichtenlage bei Inflation, Zinsphantasie, großer Politik und Berichtsaison ist immer wieder mit Kursschwankungen zu rechnen", sagte Robert Halver von der Baader Bank. Die Zutaten fĂŒr eine langfristige Fortsetzung der Rallye seien aber weiter vorhanden. GestĂŒtzt wurde dies am Freitag auch von den Zahlen der US-Konzerne Apple US0378331005 und Intel US4581401001, deren Kurse im vorbörslichen New Yorker Handel zulegten.

Hierzulande waren kursbewegende Nachrichten Mangelware. Im Dax blieben die 2024 vervierfachten Aktien von Siemens Energy nach ihrer Delle zu Wochenbeginn auf Erholungskurs, indem sie um 2,6 Prozent anzogen. Sie nĂ€herten sich damit wieder dem Rekordniveau vom vergangenen Freitag, das etwas ĂŒber 60 Euro liegt. Dazu fehlen dem Kurs des Energietechnik-Konzerns nur noch etwa zwei Euro.

Mit GeschĂ€ftszahlen fĂŒr Bewegung sorgte aus dem SDax DE0009653386 Atoss Software DE0005104400. Der Kurs pendelte sich hier nach frĂŒhen Schwankungen bei einem Plus von knapp fĂŒnf Prozent ein, weil der Softwarespezialist HĂ€ndlern zufolge mit einer guten ProfitabilitĂ€t ĂŒberzeugte.

Am anderen SDax-Ende fielen die Stammaktien von Sixt DE0007231326 um annĂ€hernd drei Prozent. Belastet wurden sie von einer Aktienplatzierung, die laut dem DZ-Bank-Experten Dirk Schlamp ein institutioneller Investor vornahm. Seiner EinschĂ€tzung nach dĂŒrfte diese Aktion aber keine wesentlichen Auswirkungen auf den Anlagehintergrund des Autovermieters haben./tih/mis

--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

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