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Mainzer CDU-Chef Schnieder gibt Wahlverlierer SPD Zeit fĂŒr GesprĂ€che

23.03.2026 - 15:22:56 | dpa.de

Nach Ansicht des voraussichtlich nÀchsten rheinland-pfÀlzischen MinisterprÀsidenten Gordon Schnieder hatten seine CDU und die SPD im Landtagswahlkampf mit Àhnlichen Herausforderungen zu kÀmpfen.

Er sei ĂŒberzeugt, dass beide Parteien angesichts des gemeinsamen BĂŒndnisses auf Bundesebene den gleichen RĂŒcken- oder Gegenwind bekommen hĂ€tten, sagte Schnieder in Berlin.

Im Gegensatz dazu hatte der abgewĂ€hlte MinisterprĂ€sident Alexander Schweitzer vor allem die SchwĂ€che der Bundes-SPD und die Niederlage der SPD in Baden-WĂŒrttemberg als GrĂŒnde fĂŒr seine herbe Schlappe ausgemacht.

Warme Worte fĂŒr den Verlierer

Schnieder sagte, ihm sei bewusst, dass das Wahlergebnis in Rheinland-Pfalz fĂŒr die dort seit 35 Jahren regierende SPD mit Schmerz verbunden sei. Er wolle sich im Landesvorstand am Montagabend Beschlussvorlagen fĂŒr GesprĂ€che mit den Sozialdemokraten einholen, gleichzeitig der SPD im Land aber auch die Zeit geben, die sie nun brauche.

Dem abgewĂ€hlten Schweitzer zollte Schnieder Respekt und dankte ihm. Er habe Verantwortung fĂŒr Rheinland-Pfalz ĂŒbernommen, sagte Schnieder. Hervorragend sei gewesen, dass es in Rheinland-Pfalz einen in der Sache harten, aber sonst fairen Wahlkampf ohne persönlichen Auseinandersetzungen gegeben habe. Klar sei: "Ich möchte MinisterprĂ€sident aller Menschen in Rheinland-Pfalz sein."

Scharfe Abgrenzung von AfD

Der CDU-Landeschef rĂ€umt ein, dass er das Wahlergebnis der AfD von 19,5 Prozent mit großer Sorge sehe. "Ich bin fest davon ĂŒberzeugt, dass wir die Probleme der Menschen im Land wieder lösen mĂŒssen, um Vertrauen zurĂŒckzugewinnen", erklĂ€rte Schnieder. "Da reicht der moralische Zeigefinger nicht aus, sondern wir mĂŒssen jetzt hart arbeiten in den Themen, wo die Menschen spĂŒren, dass es eben nicht rund lĂ€uft."

Der voraussichtlich nĂ€chste MinisterprĂ€sidenten von Rheinland-Pfalz bekrĂ€ftigte seine ablehnende Haltung zur AfD. "Es gab fĂŒr mich nie eine Zusammenarbeit mit der AfD, die wird es auch nie geben", sagte Schnieder. "Das gilt fĂŒr die CDU Rheinland-Pfalz bis auf die kommunale Ebene. Wir arbeiten mit Extremisten und Populisten nicht zusammen."

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