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Frankfurt Schluss: Anleger setzen auf Deeskalation im Nahen Osten

15.04.2024 - 18:13:51 | dpa.de

Nach dem Angriff des Iran auf Israel setzen die Anleger auf eine Deeskalation im Nahen Osten.

Der Dax DE0008469008 erholte sich am Montag zunĂ€chst deutlich bis auf fast 18 200 Punkte, weil auch die Wall Street anfangs stĂŒtzte.

Letztlich blieb zum Handelsschluss aber nur noch ein Plus von 0,56 Prozent auf 18026,58 Punkte ĂŒbrig. Die 21-Tage-Linie, die Hinweise auf den kurzfristigen Trend gibt und aktuell bei 18 164 Punkten verlĂ€uft, erweist sich als zĂ€her Widerstand. So steht die Kurserholung auf wackligen FĂŒĂŸen.

Der MDax DE0008467416 der mittelgroßen Börsenwerte gab am Montag um 0,49 Prozent auf 26 447,14 ZĂ€hler nach. In New York legten die Börsen zum europĂ€ischen Börsenschuss nur noch leicht zu. Der EuroStoxx 50 EU0009658145, der Leitindex der Eurozone, gewann 0,59 Prozent auf 4984,48 ZĂ€hler. In Paris gab es moderate Gewinne, in London leichte Verluste.

Stark ausgefallene US-EinzelhandelsumsĂ€tze hatten am Nachmittag die Stimmung zeitweise zusĂ€tzlich aufgehellt, denn sie untermauern eine robuste US-Wirtschaft. Die Daten bedeuten aber auch, dass Anleger ihre Erwartungen an baldige Zinssenkungen wohl abermals nach unten schrauben mĂŒssen. UnverĂ€nderte Leitzinsen seien keine Katastrophe, sobald sich der Markt damit abgefunden habe, dass man auf Zinssenkungen noch warten mĂŒsse, sagte Chris Iggo, Anlage-Chef bei Axa Investment Managers. "Anders wĂ€re es aber bei einer Erhöhung."

Der Nahost-Konflikt sorgte zwar fĂŒr eine gewisse NervositĂ€t auf dem Parkett, doch Anleger reagierten bislang recht gelassen. Auch herrschte Erleichterung darĂŒber, dass der Angriff des Iran auf Israel nicht heftiger ausfiel und iranische Geschosse abgefangen werden konnten.

Eine positive Anlageempfehlung der US-Bank Morgan Stanley fĂŒr Adidas DE000A1EWWW0 bescherte den Papieren des Sportartikelherstellers an der Dax-Spitze ein Plus von 4,2 Prozent. Experte Edouard Aubin hob die steigende Wachstumsdynamik hervor, wodurch die Risiken der Anlagestory mehr als wettgemacht wĂŒrden.

Eine angepasste Gewinnprognose fĂŒr 2024 warf im MDax die Aktien der Lufthansa DE0008232125 zurĂŒck und mit minus 4,6 Prozent an das Index-Ende. Die vielen Streiks im Luftverkehr durchkreuzen die GewinnplĂ€ne der Fluggesellschaft.

Im SDax DE0009653386 verloren SĂŒdzucker DE0007297004 3,1 Prozent. Der Zuckerkonzern rechnet nach einem tristen Start ins neue GeschĂ€ftsjahr mit einem deutlichen GewinnrĂŒckgang. Varta DE000A0TGJ55 sackten in dem Nebenwerteindex nach Verlusten von etwas mehr als 30 Prozent am Freitag um weitere 8,4 Prozent ab. Der Batteriehersteller hatte vor dem Wochenende das eigene Umstrukturierungskonzept als unzureichend bezeichnet und braucht erneut Geld.

Ein Euro kostete nach dem Börsenschluss 1,0643 US-Dollar. Die EuropÀische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,0656 (Freitag: 1,0652) festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9384 (0,9387) Euro.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei 2,43 Prozent. Der Rentenindex Rex DE0008469107 stieg um 0,10 Prozent auf 125,05 Punkte. Der Bund-Future DE0009652644 verlor zuletzt 0,60 Prozent auf 131,71 ZĂ€hler./ajx/he

--- Von Achim JĂŒngling, dpa-AFX ---

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