Aktien, Europa

Aktien Europa: Hoffnung auf Entspannung im Iran-Krieg treibt Kurse

10.03.2026 - 12:01:58 | dpa.de

Nach den Abgaben zu Wochenbeginn haben die europÀischen Börsen am Dienstag zu einer Erholung angesetzt.

Sie reagierten damit auf Entspannungssignale im Iran-Krieg. US-PrĂ€sident Donald Trump hatte ein schnelles Ende des Kriegs in Aussicht gestellt. Daraufhin hatte der Ölpreis merklich nachgegeben.

Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 zog am spĂ€ten Vormittag um 2,6 Prozent auf 5.834,29 Punkte an. Außerhalb der Eurozone stieg der britische Leitindex FTSE 100 GB0001383545 um 1,67 Prozent auf 10.420,80 Punkte. Der Schweizer SMI CH0009980894 lag 1,12 Prozent höher bei 13.145,37 ZĂ€hlern.

Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets fĂŒhrte die Gewinne auf Short-Eindeckungen und selektive KĂ€ufe zurĂŒck. Von einer Wende könne aber noch keine Rede sein. "Es bleibt Vorsicht geboten, da sich die Nachrichtenlage im Nahen Osten jederzeit wieder Ă€ndern kann", so Lipkow.

Die Erholung erstreckte sich ĂŒber fast alle Sektoren. Lediglich Ölwerte gaben wegen des sinkenden Ölpreises nach. Auch die defensive Nahrungsmittelbranche kam nicht mit. Hier standen Lindt & SprĂŒngli CH0010570759 unter Druck. Der Premiumschokoladen-Hersteller hatte im vergangenen Jahr dank saftiger PreisaufschlĂ€gen zwar mehr Gewinn gemacht. Aufgrund geopolitischer Unsicherheiten schaut der Konzern allerdings vorsichtig auf das laufende Jahr. Die Aktie fiel um 7,5 Prozent.

Gefragt waren dagegen Bankaktien. Sie waren wegen Konjunktursorgen durch die Ölpreisentwicklung unter Druck gekommen. Auch Tourismus- und Rohstofftitel, die ebenfalls Federn gelassen hatten, erholten sich nun deutlich. Zu den Profiteuren gehörte auch der konjunktursensible Luxussektor. Aktien wie LVMH FR0000121014, Kering FR0000121485 und Richemont CH0210483332 gewannen zwischen 2,5 und ĂŒber drei Prozent.

Der Pharmasektor, der ebenfalls zulegte, wurde dagegen von dem Schwergewicht Novartis CH0012005267 gebremst. Der vermeintliche Verlust von 1,8 Prozent beruht allerdings darauf, dass die Aktie ex-Dividende gehandelt wurde. Der Schweizer Pharmakonzern schĂŒttet 3,70 Franken je Aktie aus.

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