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Frankfurt Eröffnung: Stabilisierung - Dax-Wochenbilanz tiefrot

06.03.2026 - 10:12:20 | dpa.de

Nach den starken Verlusten seit Wochenbeginn hat sich der deutsche Aktienmarkt am Freitag zunÀchst stabilisiert.

Der Leitindex Dax DE0008469008 legte um 0,8 Prozent auf 24.010 Punkte zu; die Wochenbilanz ist mit einem Minus vom 5 Prozent aktuell tiefrot. FĂŒr einen höheren Verlust muss man zurĂŒckschauen bis Anfang April, als der neue alte US-PrĂ€sident Donald Trump die FinanzmĂ€rkte mit seinen ZollankĂŒndigungen in Aufruhr versetzt hatte.

Der Iran-Krieg bleibt das beherrschende Thema an den Börsen. Irans Kampfkraft ist zwar nach US-EinschÀtzung erheblich geschwÀcht - dennoch weitet Teheran den Krieg im gesamten Nahen Osten weiter aus.

"Der Angriff auf den Iran ist angesichts der Dimension des MilitĂ€reinsatzes und der generell fragilen Lage im Nahen Osten mit Risiken verbunden. Aus ökonomischer Sicht lauten diese Risiken, dass die Ölförderanlagen in der Region durch den Iran systematisch zerstört werden und dass der Transportweg durch die Straße von Hormus absehbar fĂŒr lange Zeit geschlossen bleibt", schrieb Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Dekabank.

Beide Risiken haben sich dem Experten zufolge in den ersten Tagen seit den ersten Luftangriffen nicht materialisiert. Wenn die Deutung richtig sei, dass der Iran und seine Helfer in der Region zu einer umfassenden Aktion nicht in der Lage sind, dann blieben die Auswirkungen auf die RohstoffmÀrkte und die FinanzmÀrkte weiter relativ moderat.

Der MDax DE0008467416 der mittelgroßen Werte stieg am Freitag um 1,2 Prozent auf 30.045 ZĂ€hler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 gewann 0,7 Prozent.

Unter den Einzelwerten hierzulande erholten sich DHL DE0005552004 von ihren deutlichen Vortagesverlusten. Dank positiver Analystenkommentare zogen die Aktien an der Dax-Spitze um gut drei Prozent an. Die Verwerfungen in den FrachtmĂ€rkten durch den Iran-Krieg kĂ€men dem Logistik-Konzern mit seinem großen, flexiblen Netzwerk zupass, schrieb etwa die Expertin Muneeba Kayani von der US-Investmentbank Bank of America. Am Donnerstag hatte der von geopolitischer Unsicherheit geprĂ€gte Ausblick die Anleger verschreckt.

Als klares Schlusslicht im MDax brachen die Anteilsscheine von Lanxess DE0005470405 zum Wochenschluss um mehr als zehn Prozent ein. Das vorlÀufige Scheitern des Verkaufs der restlichen Anteile am Gemeinschaftsunternehmen Envalior hatte bei den AktionÀren einmal mehr Sorgen in puncto Finanzierung des Spezialchemiekonzerns geweckt.

DemgegenĂŒber stiegen die Aktien der Lufthansa DE0008232125 um 3,7 Prozent. Geringere Spritkosten und weniger Ausgaben fĂŒr verspĂ€tete FlĂŒge hatten der Fluggesellschaft 2025 im TagesgeschĂ€ft mehr Gewinn eingebracht. FĂŒr 2026 stellte Vorstandschef Carsten Spohr trotz der Verwerfungen durch den Iran-Krieg eine weitere deutliche Steigerung in Aussicht.

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