Aktien Europa: SchwÀcher - Iran-Verhandlungen vorerst gescheitert
13.04.2026 - 11:54:40 | dpa.deEine Ausnahme bildete die ungarische Börse, die - beflĂŒgelt vom klaren Sieg der Tisza-Partei von OppositionsfĂŒhrer Peter Magyar - deutlich zulegte.
Der EuroStoxx 50 EU0009658145 sank gegen Mittag um 0,9 Prozent auf 5.875 Punkte. AuĂerhalb des Euroraums fiel der Schweizer SMI CH0009980894 um 0,7 Prozent auf 13.094 ZĂ€hler. Der britische FTSE 100 GB0001383545 gab um 0,3 Prozent auf 10.564 Punkte nach.
Der Budapester Leitindex Bux XC0009655090 gewann gegen den schwachen internationalen Markttrend zuletzt 2,7 Prozent. Nach Berechnungen von Ungarns Wahlkommission erreichte die Tisza-Partei bei den Wahlen eine Zweidrittelmehrheit im neuen Parlament. Damit beendet der kĂŒnftige MinisterprĂ€sident Magyar die 16-jĂ€hrige Herrschaft seines autokratischen VorgĂ€ngers Viktor Orban. Die Anleger setzen darauf, dass die neue Regierung marktfreundliche Reformen umsetzen wird, um die Freigabe eingefrorener EU-Gelder in Milliardenhöhe zu ermöglichen.
In Reaktion auf die abgebrochenen Nahost-GesprĂ€che hatte US-PrĂ€sident Donald Trump unterdessen eine Seeblockade der StraĂe von Hormus angekĂŒndigt. Die US-Marine werde alle Schiffe blockieren, die iranische HĂ€fen anlaufen oder von ihnen auslaufen, drohte Trump. Die Vereinigten Staaten wollen damit verhindern, dass der Iran GebĂŒhren von Reedereien fĂŒr eine Durchfahrt durch die Meerenge verlangt und das Land gleichzeitig von Ăl-Einnahmen abschneiden.
Aus Branchensicht gehörten Aktien aus den Segmenten Touristik, Luftfahrt und Automobil europaweit zu den gröĂten Verlierern. Die Papiere des Flugzeugbauers Airbus NL0000235190 und des Triebwerkherstellers Safran FR0000073272 verbuchten Abgaben von 1,9 beziehungsweise 2,4 Prozent. Jefferies-Analystin Chloe Lemarie sieht in den hohen Treibstoffpreisen und deren Auswirkungen auf die Flugzeug-Nachfrage weiterhin ein gröĂeres Problem fĂŒr die Luftfahrtunternehmen.
Die stĂ€rksten Gewinne verzeichneten hingegen Ăl-Titel, die von den wieder stark gestiegenen Ălpreisen profitierten. Der Preis fĂŒr ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni kletterte wieder ĂŒber die Marke von 100 US-Dollar. Zuletzt notierte er bei knapp 103 Dollar und damit rund acht Prozent ĂŒber dem Niveau vom Freitagabend.
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