Merz, Reiche

Merz mahnt Reiche zur ZurĂŒckhaltung in Spritpreis-Debatte

10.04.2026 - 14:39:48 | dpa.de

Nach der scharfen Attacke seiner Wirtschaftsministerin Katherina Reiche gegen den Koalitionspartner SPD in der Spritpreis-Debatte fordert Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) seine Parteifreundin zur ZurĂŒckhaltung auf.

"Der Bundeskanzler ist befremdet ĂŒber den öffentlichen Schlagabtausch und mahnt Ministerin Reiche zur ZurĂŒckhaltung", heißt es aus seinem Umfeld.

Zur Energiepolitik habe es in einem MinistergesprĂ€ch am Donnerstag eine klare Verabredung gegeben. Danach sei es das Ziel, VorschlĂ€ge einvernehmlich zu erarbeiten. "Der Bundeskanzler hat dazu seine Vorstellungen genannt. Die zustĂ€ndigen HĂ€user sollten Vorbereitung fĂŒr den Fall treffen, dass die Benzinpreise weiter und dauerhaft steigen."

Im Umfeld des Kanzlers wird darauf verwiesen, dass die Koalition vor wichtigen Reformentscheidungen stehe. Die öffentliche NervositĂ€t sei verstĂ€ndlich, aber die Koalition könne jetzt nur zu BeschlĂŒssen kommen, wenn sie vertrauensvoll und ruhig zusammenarbeite. Merz mahne die KoalitionĂ€re zur Geschlossenheit. Es gehe jetzt um das Land, nicht um Parteibefindlichkeiten.

Reiche hatte zuvor in einem Interview von "Welt TV" unter anderem gesagt: "Der Koalitionspartner ist in den letzten Wochen damit aufgefallen, VorschlĂ€ge zu unterbreiten, die teuer, wirkungsschwach und verfassungsrechtlich fragwĂŒrdig sind." Das fĂŒhre zu Verwirrung und helfe den Verbrauchern nicht.

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