EU-LĂ€nder, Recyceltes

EU-LĂ€nder wollen mehr Recyceltes in Autos

17.06.2025 - 13:30:10 | dpa.de

Nach Willen der EU-LĂ€nder soll in neuen Autos in der EU kĂŒnftig mehr recyceltes Material verbaut werden mĂŒssen.

Darauf verstĂ€ndigten sich die EU-Umweltminister bei einem Treffen in Luxemburg. DarĂŒber hinaus sollen Autos kĂŒnftig so konzipiert werden mĂŒssen, dass Teile leichter entfernt und ersetzt werden können.

Bundesumweltminister Carsten Schneider sieht in der Entscheidung eine entscheidende Weichenstellung, die unter anderem der deutschen Autoindustrie wichtige Rohstoffe sichere. Zudem wĂŒrden Reparaturen fĂŒr BĂŒrgerinnen und BĂŒrger gĂŒnstiger, weil Ersatzteile besser verfĂŒgbar seien, so der SPD-Politiker.

Der Kompromiss der EU-Staaten sieht vor, dass der Mindestanteil an recyceltem Kunststoff in Fahrzeugen in drei Schritten steigen soll. Demnach sind 15 Prozent bis sechs Jahre nach dem Inkrafttreten der Verordnung vorgesehen. Nach acht Jahren soll der Anteil bei 20 und nach zehn Jahren bei 25 Prozent liegen.

Grundlage ist ein Vorschlag der EU-Kommission

Die VerstĂ€ndigung der LĂ€nder geht auf einen Vorschlag der EU-Kommission zurĂŒck. Diese hatte die neuen Vorgaben bei der Konstruktion von Fahrzeugen unter anderem vorgeschlagen, um Rohstoffe wie Stahl, Aluminium oder Kunststoffe besser zurĂŒckzugewinnen.

Die Gesamtkosten der vorgeschlagenen Verordnung fĂŒr Wirtschaft und Verbraucher zusammen schĂ€tzte die Kommission, als sie den Vorschlag vor rund zwei Jahren prĂ€sentierte, auf weniger als 70 Euro pro Fahrzeug, das in den Verkehr gebracht wird. Der Preis fĂŒr ein neues Auto soll um weniger als 40 Euro steigen. Nun muss in Verhandlungen mit dem Europaparlament ein Kompromiss gefunden werden, bevor neue Regeln in Kraft treten können.

EU-LĂ€nder: Regeln auch fĂŒr MotorrĂ€der und andere Fahrzeuge

Die EU-Staaten machen sich dafĂŒr stark, dass auch MotorrĂ€der und Lkw von den neuen Regeln erfasst werden sollen. "Wie bei Autos und Kleintransportern sollte die Konstruktion dieser Fahrzeuge die Entfernung von Teilen ermöglichen", heißt es in einer Mitteilung.

Autos bauen verbraucht viele Ressourcen

Die Fahrzeugherstellung gehört zu den ressourcenintensivsten Wirtschaftszweigen. Nach Angaben der EU-Kommission entfallen auf die europĂ€ische Automobilindustrie zum Beispiel 19 Prozent der Nachfrage in der EU-Stahlindustrie (mehr als sieben Millionen Tonnen pro Jahr), 10 Prozent des Gesamtverbrauchs von Kunststoffen (sechs Millionen Tonnen pro Jahr) sowie ein großer Anteil der Nachfrage nach Aluminium (42 Prozent fĂŒr sĂ€mtliche Fahrzeuge, etwa zwei Millionen Tonnen pro Jahr).

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