Niedersachsen sucht nach neuen ErdgaslagerstÀtten
31.03.2026 - 06:24:49 | dpa.deZum 1. April teilt das Landesamt fĂŒr Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) der Vermilion Energy Germany mit Sitz in Hannover insgesamt drei Felder zur Suche von Kohlenwasserstoffen zu gewerblichen Zwecken zu. Die drei Gebiete Celle I, Uelzen II und Unterweser I haben eine GesamtflĂ€che von knapp 2.895 Quadratkilometern, wie das LBEG mitteilte.
Die Erlaubnisse Celle I und Uelzen II sind auf drei Jahre bis zum 31. MĂ€rz 2029 befristet und liegen zwischen Uelzen und Schwarmstedt. Das Erlaubnisfeld Unterweser I ist auf zwei Jahre bis zum 31. MĂ€rz 2028 befristet und erstreckt sich östlich um Bremen herum. Das LBEG ist die zustĂ€ndige Bergbehörde fĂŒr Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen.
Schwierige geopolitische Situation
Gerade angesichts der aktuellen geopolitischen Lage sei es sinnvoll, dass die Suche nach neuen ErdgaslagerstĂ€tten wieder verstĂ€rkt werde, erklĂ€rte LBEG-PrĂ€sident Carsten MĂŒhlenmeier. "Dies entspricht der Strategie der Bundesregierung, die sich im Koalitionsvertrag darauf verstĂ€ndigt hat, die Förderung heimischer Rohstoffe zu stĂ€rken." Die ausschlieĂlich konventionelle Erdgasförderung in Niedersachsen verlaufe unter strengen Sicherheitsvorkehrungen und decke nach wie vor etwa fĂŒnf Prozent des Erdgasbedarfes der Bundesrepublik.
"Es wird in der gesellschaftlichen Debatte gerne vergessen, dass immer noch rund die HĂ€lfte aller Haushalte mit Erdgas heizt", sagte MĂŒhlenmeier. Als BrĂŒckentechnologie bis zur Umsetzung der Energiewende sei Erdgas unverzichtbar. Und mit Hilfe heimischer Förderung könne die AbhĂ€ngigkeit von Importen wie LNG-Gas verringern werden, die zudem eine deutlich schlechtere Klimabilanz aufwiesen.
Die Vermilion Energy hat demnĂ€chst das grundsĂ€tzliche Recht, nach Erdgas zu suchen - zuvor mĂŒssen bergrechtliche BetriebsplĂ€ne zugelassen werden, fĂŒr die unter anderem ein gesondertes Beteiligungsverfahren nötig ist. Die letzte Erlaubnis zur Suche von Kohlenwasserstoffen hatte das LBEG nach eigenen Angaben vor mehr als drei Jahren zugeteilt.
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.

