Nikkei, Scharfer

Nikkei 225: Scharfer Einbruch

23.03.2026 - 06:00:28 | boerse-global.de

Der japanische Leitindex erlebt einen der schärfsten Tagesverluste seit Monaten, nachdem Donald Trump dem Iran ein Ultimatum zur Straße von Hormus gestellt hat. Der Ölpreis steigt über 100 Dollar.

Nikkei 225: Scharfer Einbruch - Foto: über boerse-global.de
Nikkei 225: Scharfer Einbruch - Foto: über boerse-global.de

Trumps Ultimatum an Teheran hat die Märkte in Asien zu Wochenbeginn heftig erwischt. Der Nikkei 225 brach heute Morgen zeitweise um fast fünf Prozent ein — eine der schärfsten Tagesbewegungen seit Monaten.

Auslöser war die Drohung des US-Präsidenten, iranische Energieanlagen zu zerstören, sollte Teheran die Straße von Hormus nicht binnen 48 Stunden vollständig öffnen. Der Iran konterte prompt: Eine Schließung der Meerenge stehe im Raum, falls tatsächlich Kraftwerke angegriffen würden. Beide Seiten eskalieren verbal — und die Märkte reagieren entsprechend.

Breiter Abverkauf in Tokio

Der Nikkei 225 fiel zwischenzeitlich unter die Marke von 51.000 Punkten und notierte kurz nach Handelseröffnung bei rund 50.959 Zählern. Exporteure, Technologiewerte und Finanzaktien führten den Rückgang an.

Besonders hart traf es Industriekonzerne und Halbleiterwerte: Mitsubishi Electric verlor mehr als sieben Prozent, Advantest und Screen Holdings gaben rund sieben beziehungsweise mehr als sechs Prozent nach. Auch die Autobauer blieben nicht verschont — Honda und Toyota verbuchten jeweils Verluste von über drei Prozent. Im Bankensektor büßte Mitsubishi UFJ Financial knapp sechs Prozent ein.

Nennenswerte Gegenbewegungen gab es kaum. Praktisch der gesamte Markt stand unter Druck.

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Öl über 100 Dollar — und kein Ende in Sicht

Parallel dazu setzt der Ölpreis seinen Aufwärtstrend fort. Brent-Rohöl notierte heute früh bei rund 113 Dollar je Fass — mehr als 50 Prozent über dem Niveau, das vor Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran galt. Der hohe Ölpreis belastet energieintensive Branchen zusätzlich und verstärkt den Gegenwind für japanische Exporteure, deren Margen ohnehin unter dem schwächeren Yen leiden.

Der Rest Asiens zog mit nach unten: Südkoreas Kospi verlor knapp sechs Prozent, Hongkongs Hang Seng fast dreieinhalb Prozent, der chinesische CSI 300 rund 2,4 Prozent. Bereits am Freitag hatten Nasdaq und S&P 500 ihre niedrigsten Schlusskurse seit mehr als sechs Monaten markiert — der Nikkei konnte sich diesem Sog heute nicht entziehen.

Solange das geopolitische Szenario rund um die Straße von Hormus ungelöst bleibt, dürfte der Risikoappetit der Anleger gedämpft bleiben. Das 48-Stunden-Ultimatum läuft — die nächsten Tage werden zeigen, wohin die Reise geht.

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