Nvidia, Cosmos

Nvidia Cosmos: KI-Plattform soll Robotik revolutionieren

10.02.2026 - 05:43:11

Nvidia lanciert die KI-Plattform Cosmos mit offenen Weltmodellen, um die Entwicklung intelligenter Roboter zu beschleunigen. Sie kombiniert Software-Tools mit spezieller Edge-Hardware und stößt auf breite Industrieakzeptanz.

Nvidia startet mit Cosmos eine umfassende KI-Plattform, um die Entwicklung intelligenter Roboter für alle Branchen zu demokratisieren. Das Unternehmen stellt offene Weltmodelle, neue Entwicklungstools und spezielle Hardware vor, um den teuren und zeitaufwendigen Prozess der Datensammlung für das Training von Robotik-KI zu umgehen. Die Initiative könnte der Startschuss für eine neue Innovationswelle in der physischen KI sein – ein „ChatGPT-Moment für die Robotik“.

Offene Weltmodelle als Herzstück

Kern der neuen Strategie sind die Cosmos World Foundation Models (WFMs). Diese neuronalen Netzwerke simulieren die physikalische Welt und ermöglichen es Entwicklern, hochdetaillierte, physikalisch korrekte virtuelle Umgebungen zu generieren. Dort können KI-Agenten trainiert und getestet werden – ohne aufwendige Datensammlung in der realen Welt.

Die Plattform umfasst mehrere Schlüsselmodelle: NVIDIA Cosmos Transfer 2.5 erzeugt synthetische Trainingsdaten, während Cosmos Predict 2.5 Roboter-Policies in der Simulation bewertet. Ein drittes Modell, Cosmos Reason 2, ist ein Vision-Language-Modell (VLM), das Maschinen eine menschenähnliche Wahrnehmung und Interaktion mit ihrer Umgebung ermöglicht.

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In einem bemerkenswerten Schritt für breite Akzeptanz stellt Nvidia diese leistungsstarken Modelle unter eine offene Lizenz. Entwickler können sie über Plattformen wie Hugging Face und den eigenen NGC-Katalog von Nvidia nutzen und anpassen. Unternehmen können die Basismodelle so mit eigenen Datensätzen – etwa Videos von Lagerrobotern oder Sensordaten autonomer Fahrzeugflotten – feinabstimmen.

Komplettes Ökosystem für die Robotik-Entwicklung

Neben den Grundmodellen führt Nvidia eine Reihe integrierter Tools ein, um den gesamten Entwicklungszyklus zu beschleunigen. Ein Schlüsselelement ist Isaac Lab-Arena, ein neues Framework zur Standardisierung von Tests und Bewertungen von Roboterfähigkeiten. Es verknüpft sich mit Industriestandards, um die Zuverlässigkeit von Modellen vor dem Einsatz auf echter Hardware sicherzustellen.

Für die Komplexität von Entwicklungs-Workflows hat Nvidia zudem OSMO lanciert, ein cloud-natives Orchestrierungs-Framework. OSMO fungiert als zentrale Kommandozentrale, in der Prozesse wie die Erzeugung synthetischer Daten, das Modelltraining und Simulationen über verschiedene Rechenumgebungen hinweg verwaltet werden können.

Die Partnerschaft mit Hugging Face soll die Integration von Nvidias Isaac- und GR00T-Technologien in das Open-Source-Robotik-Framework LeRobot vorantreiben. Diese Zusammenarbeit verbindet Nvidias großes Netzwerk von Robotik-Entwicklern mit der globalen KI-Community von Hugging Face. Branchenführer wie Salesforce nutzen bereits Cosmos Reason, um Videomaterial von Robotern zu analysieren und Reaktionszeiten bei Vorfällen zu verkürzen.

Leistungsstarke Hardware für den Einsatz vor Ort

Die Software-Innovationen werden durch neue Hardware unterstützt, die Hochleistungs-KI an den industriellen Rand bringt. Nvidia kündigte die Verfügbarkeit des Jetson T4000-Moduls an, das auf der fortschrittlichen Blackwell-Architektur des Unternehmens basiert. Das Modul bietet einen deutlichen Sprung in Leistung und Energieeffizienz für komplexe Anwendungen in autonomen Maschinen.

Für anspruchsvollere industrielle Anwendungen bietet die NVIDIA IGX Thor-Plattform Hochleistungs-KI-Rechenleistung mit Enterprise-Softwaresupport und funktionaler Sicherheit. Dieses System erweitert anspruchsvolle Robotik-Fähigkeiten an den industriellen Rand und ermöglicht Echtzeit-Entscheidungen in Bereichen wie Luftfahrt und Schwermaschinenbau.

Diese „Drei-Computer-Lösung“ umfasst cloudbasierte Systeme für das Training, digitale Zwillinge für Simulation und Verfeinerung sowie leistungsstarke Edge-Computer wie Jetson und Thor für den realen Einsatz. Sie schafft so eine nahtlose Pipeline von der Entwicklung bis zum Betrieb.

Breite Industrieakzeptanz und Ausblick

Nvidias Strategie mit Cosmos ist es, eine vollständige End-to-End-Lösung für physische KI anzubieten. Das Unternehmen positioniert sich damit als zentrales Nervensystem für die nächste Robotik-Generation. Das Ziel: Die heutigen teuren Einzweckmaschinen in anpassungsfähige, vielseitige Roboter zu verwandeln, die eine breite Palette von Aufgaben lernen und ausführen können.

Die Industrie reagiert mit breiter Begeisterung. Globale Leader wie Boston Dynamics, Caterpillar, LG Electronics, Franka Robotics und NEURA Robotics nutzen bereits den Nvidia-Robotik-Stack. Im Bereich autonomer Fahrzeuge gehören Entwickler wie Waabi, Wayve und Uber zu den frühen Nutzern der Cosmos-Technologien.

Um die Innovation weiter anzutreiben, hat Nvidia kürzlich den „Cosmos Cookoff“ gestartet, einen globalen virtuellen Hackathon. Entwickler und Forscher sind eingeladen, mit den Cosmos-Modellen neuartige Anwendungen in Robotik, autonomen Fahrzeugen und Videoanalysen zu bauen. Die Kombination aus Open-Source-Modellen, leistungsstarken Simulations-Tools wie Omniverse und skalierbarer Edge-Hardware ebnet den Weg für beschleunigte Fortschritte. Nvidia legt damit den Grundstein für eine Zukunft, in der intelligente Roboter ein allgegenwärtiger und integraler Bestandteil der globalen Wirtschaft sind.

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