ZDB Zentralverband Dt. Baugewerbe / Pressestatement: ...
26.11.2025 - 17:27:09FĂŒr den Zentralverband Deutsches Baugewerbe nahm ZDB-PrĂ€sident Wolfgang Schubert-Raab teil. Er erklĂ€rt im Anschluss:
"Der heutige Austausch hat gezeigt: Es gibt Bewegung beim Wohnungsbau. Fortschritte wie die geplante EH-55 Plus-Förderung, schnellere Planungsverfahren in den Kommunen und der angekĂŒndigte GebĂ€udetyp E setzen wichtige Signale. All das lĂ€sst hoffen, dass der Neubau ab 2026 wieder anzieht. Dennoch: Vieles hĂ€tte schneller und entschlossener angepackt werden können.
Umso wichtiger ist es jetzt, den hohen BauĂŒberhang endlich ins Bauen zu bringen. DafĂŒr braucht es Förderbedingungen, die eine ZinsstĂŒtzung deutlich unter Marktniveau bieten - nur dann werden genehmigte Projekte auch tatsĂ€chlich realisiert. Die jĂŒngsten, vorsichtigen Stabilisierungstendenzen bei Genehmigungen und AuftragseingĂ€ngen mĂŒssen in eine echte Trendwende ĂŒberfĂŒhrt werden. Das gelingt nur mit einer verlĂ€sslichen, langfristigen Förderung, die sowohl bestehende Genehmigungen aktiviert als auch neue Projekte ermöglicht. Der EH-55 Plus-Standard muss hierfĂŒr förderfĂ€hig sein.
GroĂen Handlungsbedarf sehen wir beim GebĂ€udetyp E. Ein erst Ende 2026 verabschiedetes Gesetz kommt schlicht zu spĂ€t. Die Branche braucht frĂŒher verlĂ€ssliche rechtliche Grundlagen, um auf bestimmte Komfort- und Ausstattungsstandards verzichten zu können. Der Bund muss dafĂŒr die gesetzlichen Weichen stellen, die LĂ€nder mĂŒssen ihre Bauordnungen entsprechend anpassen - idealerweise einheitlich in ganz Deutschland.
Modulares, serielles oder vorgefertigtes Bauen wird durch das mittelstandsgerechte Vergaberecht nicht behindert. Schon heute wird vielfach seriell und modular gebaut - gerade im Holzbau, auch im öffentlichen Bereich, bei Kitas oder Schulen. Und da rund 85 Prozent des Wohnungsbaus von privaten Bauherren stammen, spielt das Vergaberecht hierfĂŒr ohnehin keine Rolle.
Entscheidend ist jetzt, dass die im Koalitionsvertrag versprochene Vereinfachung und BĂŒndelung der Neubauprogramme endlich umgesetzt wird. Klare, planbare und praxistaugliche Förderstrukturen sind die Voraussetzung dafĂŒr, dass der Wohnungsbau wieder dauerhaft Fahrt aufnimmt.
Alle Beteiligten waren sich am Ende einig: Schluss mit Zögern und Bedenken. Jetzt heiĂt es bauen statt bremsen."
Pressekontakt:
Iris Rabe Leiterin Abteilung Kommunikation und Presse Zentralverband Deutsches Baugewerbe Kronenstr. 55-58 10117 Berlin Telefon 030-20314-409, Fax 030-20314-420 eMail mailto:rabe@zdb.de
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