Samsung beendet Software-Support fĂĽr Millionen Alt-Handys
11.04.2026 - 08:01:26 | boerse-global.deSamsung stellt den Support für Dutzende beliebter Altmodelle ein – während neue Mittelklasse-Handys bis zu sechs Jahre Updates erhalten. Diese strategische Zäsur markiert eine neue Ära für das Galaxy-Ökosystem und zwingt Millionen Nutzer zum Umdenken.
Aus fĂĽr Flagships und Einsteigermodelle
Der Support-Countdown läuft: Noch 2026 werden zahlreiche Galaxy-Modelle ihr letztes Software-Update erhalten. Betroffen ist die gesamte Galaxy S21-Serie, deren vertraglich zugesicherter Update-Zyklus endet. Das S21 FE bekommt voraussichtlich bis November 2026 letzte Patches. Doch nicht nur alte Flagships trifft es hart.
Ein veraltetes Smartphone ist wie eine offene Haustür für Cyberkriminelle, da wichtige Sicherheitslücken nicht mehr geschlossen werden. Dieser kostenlose Report zeigt Ihnen, wie Sie Ihr Android-Gerät durch die richtigen Einstellungen und Updates effektiv schützen. 5 einfache Schritte für mehr Smartphone-Sicherheit entdecken
Auch populäre Mittelklasse- und Einsteigermodelle fallen bald aus dem Support-Raster. Laut Branchendaten verlieren in diesem Jahr verschiedene Galaxy A-, F- und M-Serien-Smartphones offiziellen Support. Dazu zählen das A03, A22, A52, F22, F42, M32 und M42. Sogar die einst bahnbrechenden Falt-Handys Z Fold 3 und Z Flip 3 sollen bis Ende 2026 aus der Unterstützung fallen. Für Besitzer des A13, A23 und M13 endet der Software-Support in der zweiten Jahreshälfte.
Samsung Messages wird eingestellt – Umstieg auf Google
Parallel zum Hardware-Support beerdigt Samsung auch einen eigenen Software-Klassiker. Die hauseigene Samsung Messages-App wird im Juli 2026 für US-Nutzer mit Android 12 oder neuer eingestellt. Das Unternehmen drängt Galaxy-Besitzer zum Wechsel auf Google Messages, das künftig Standard sein wird.
Hintergrund ist der Wunsch, den RCS-Standard (Rich Communication Services) schneller voranzutreiben und die Interoperabilität – auch mit iPhones – zu verbessern. Ältere Geräte mit Android 11 oder älter sind von dieser Änderung nicht betroffen. Neue Modelle wie das Galaxy S26+ werden die Samsung-eigene Messaging-App aber nicht mehr herunterladen können.
Aktuelle Sicherheitsupdates und Beta-Tests laufen
Trotz der auslaufenden Unterstützung für alte Modelle kümmert sich Samsung weiter um seine aktuelle Geräteflotte. Seit dem 9. April 2026 rollt das April-Sicherheitsupdate aus, das 47 Schwachstellen schließt. 14 davon stuften Sicherheitsexperten als kritisch ein.
Gleichzeitig testet Samsung die nächste Software-Generation. Zwischen dem 9. und 10. April startete die zweite Beta-Phase von One UI 8.5 für mehr Geräte. Nun können auch Besitzer der Galaxy S23-Serie, des Z Fold 5, Z Flip 5 und des S23 FE mitmachen. Eine Neuheit: Die Quick-Share-Funktion erhält AirDrop-Kompatibilität, die bisher nur der S26-Serie vorbehalten war.
Doch nicht alles läuft reibungslos. Ein hartnäckiger Bug betrifft offenbar das Galaxy S22 Ultra: Nach einem Werksreset sperren sich einige Geräte und werden als „von einer Organisation verwaltet“ gekennzeichnet. Betroffene Einheiten sind teils unbrauchbar – die Ursache ist unklar, nur ein Samsung-Service-Center kann helfen.
Neue Mittelklasse-Handys mit Langzeit-Support
Als Ersatz für auslaufende Modelle präsentierte Samsung am 10. April in Singapur die Galaxy A57 5G und A37 5G. Sie verkörpern den neuen Standard für Mittelklasse-Langlebigkeit: Sechs Generationen Betriebssystem-Updates und integrierte Galaxy-KI-Funktionen wie Sprachnotizen-Transkription und „Circle to Search“.
Beide Modelle haben 5.000-mAh-Batterien und 50-Megapixel-Hauptkameras, nutzen aber unterschiedliche Chipsätze. Während das A57 vom Exynos 1680 angetrieben wird, steckt im A37 der Exynos 1480.
Ob Banking oder private Daten – regelmäßige Updates sind die wichtigste Verteidigungslinie gegen Hacker und Malware auf Ihrem Android-Handy. Erfahren Sie in diesem gratis PDF-Ratgeber, wie Sie automatische Updates aktivieren und Ihr System dauerhaft absichern. Kostenlosen Android-Update-Ratgeber herunterladen
Reparierbarkeit: Samsung fällt durch
Trotz Fortschritten bei der Software-Langlebigkeit bleibt die physische Reparierbarkeit ein Schwachpunkt. Eine Studie der US-Verbraucherorganisation PIRG vom 9. April 2026 vergab Samsung die Note „D“. Kritikpunkte: Parts Pairing (die softwaremäßige Kopplung von Ersatzteilen an das Hauptboard), komplexe Innenarchitektur und schlechte Ersatzteil-Verfügbarkeit.
Während Konkurrenten wie Motorola („B+“) und Google („C-“) besser abschnitten, offenbart Samsungs schlechte Note einen Widerspruch: Einerseits wirbt das Unternehmen mit Nachhaltigkeit, andererseits erschwert es Verbrauchern die Reparatur.
Konkurrenz bleibt nicht untätig
Samsungs Umbau findet in einem dynamischen Marktumfeld statt. Am 9. April veröffentlichte Apple iOS 26.4.1, das einen lästigen iCloud-Sync-Fehler behob. Google brachte in der zweiten Aprilwoche ein Sicherheitsupdate für Pixel-Geräte heraus, das Stabilitätsprobleme in Android 16 beheben sollte.
Doch auch bei Google gibt es Ärger: Einige Nutzer melden nach wie vor Bootloop-Probleme, die auf das März-Update zurückgehen. Google arbeitet an einer Lösung.
Was bedeutet das fĂĽr Galaxy-Nutzer?
Für Besitzer alter Modelle wie der S21-Serie oder älterer A-Modelle beginnen die letzten Monate mit offiziellem Support. Sie sollten ihre Daten sichern und über ein Upgrade nachdenken. Die Branche erwartet eine Welle an Gerätewechseln hin zu neuen Modellen wie dem A57 oder der S26-Serie, die den versprochenen Langzeit-Support bieten.
Die groĂźe Frage bleibt: Kann Samsung sein Versprechen langer Software-Pflege mit der wachsenden Forderung nach besserer Reparierbarkeit in Einklang bringen? Die kommenden Monate werden es zeigen.
So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂĽr. Immer. Kostenlos.

