Arbeit, Deutschland

SAP-Chef Klein: Stellen DiversitÀtsprogramme nicht ein

05.06.2025 - 17:02:44 | dpa.de

SAP DE0007164600-Vorstandschef Christian Klein hat sich gegen Kritik an der gestrichenen Frauenquote gewehrt.

"Wir stellen unsere DiversitÀtsprogramme ja nicht ein", sagte Klein der Wochenzeitung "Zeit". Zwar werde das globale Ziel von 40 Prozent Frauenanteil nicht weiterverfolgt. "Stattdessen messen wir auf lokaler Ebene."

Europas grĂ¶ĂŸtes Software-Unternehmen hatte in jĂŒngster Vergangenheit diverse DiversitĂ€tsziele gestrichen, was in der Belegschaft, aber auch bei manchen AktionĂ€ren fĂŒr Unmut sorgte.

Klein begrĂŒndete den Schritt: "Die SAP steht im harten Wettbewerb mit vielen US-Unternehmen, die sich alle an diese rechtlichen Vorgaben halten." An die wĂŒrde dieses MilliardengeschĂ€ft verschenkt.

Trump fĂŒhrt Feldzug gegen DiversitĂ€tsprogramme in den USA

US-PrĂ€sident Donald Trump ist auf einem Feldzug gegen Initiativen fĂŒr DiversitĂ€t, Gleichberechtigung und Inklusion. Mit den bisherigen Programmen sollen benachteiligte Personengruppen gefördert werden - der PrĂ€sident und seine Republikanische Partei behaupten aber, dass dadurch andere diskriminiert wĂŒrden und die Kompetenz leide. Belege dafĂŒr gibt es nicht.

Er glaube an die positiven Effekte von Vielfalt, sagte Klein in dem Interview. Allerdings habe er als Vorstandschef im Interesse der SAP handeln mĂŒssen: "Wir betreiben große Teile der Software und Technologie der US-Regierung, die dabei auf diesen Vorgaben besteht." Es sei bei dieser Entscheidung also um unser GeschĂ€ft in den USA gegangen.

Frauenquote aufgegeben

Zuletzt war bekanntgeworden, dass SAP seine angepeilte Frauenquote von 40 Prozent in der Belegschaft aufgibt. Neben der Abschaffung der Gesamt-Frauenquote im Konzern werden Frauen bei SAP auf bestimmten Ebenen kĂŒnftig auch nicht mehr gezielt in FĂŒhrungspositionen gefördert. Europas grĂ¶ĂŸtes Softwareunternehmen machte 2024 fast ein Drittel des Umsatzes von 34,2 Milliarden Euro in den Vereinigten Staaten.

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