Schaufensterkrankheit: Gehtraining wird zum Therapie-Goldstandard
10.02.2026 - 02:54:12Für Millionen Patienten mit der Schaufensterkrankheit etabliert sich eine einfache Methode als erste Wahl: strukturiertes Intervall-Gehtraining. Aktuelle Leitlinien stufen es als wirksamste Basistherapie ein. Es kann invasive Eingriffe oft verzögern oder sogar ganz vermeiden.
Die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) verengt die Beinarterien. Muskeln erhalten bei Belastung zu wenig Sauerstoff, was zu krampfartigen Schmerzen führt. Betroffene müssen häufig stehen bleiben – daher der Name Schaufensterkrankheit.
Wie Gehen neue Blutwege bahnt
Das Prinzip ist simpel: Gehen, bis ein erträglicher Schmerz auftritt, pausieren und den Zyklus wiederholen. Dieses Training stimuliert die Bildung natürlicher Umgehungskreisläufe, sogenannter Kollateralen.
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Studien belegen, dass konsequentes Training die schmerzfreie Gehstrecke im Schnitt mehr als halbiert. Der Effekt geht über die Gefäßneubildung hinaus und verbessert auch den Stoffwechsel der Muskulatur.
Paradigmenwechsel: Bewegung vor Operation
Aktuelle medizinische Leitlinien spiegeln einen klaren Wandel wider. Statt sofort zu Stent oder Ballondilatation zu greifen, steht heute die konservative Therapie an erster Stelle. Die Eckpfeiler sind:
* Strukturiertes Gehtraining
* Medikamentöse Einstellung von Risikofaktoren
* Lebensstiländerung, vor allem Rauchstopp
Langzeitstudien wie die CLEVER-Studie zeigen: Überwachtes Gehtraining kann ähnlich gute oder bessere Ergebnisse bringen als ein alleiniger Eingriff. Interventionelle Verfahren bleiben Fällen vorbehalten, bei denen die Bewegungstherapie versagt.
Warum Anleitung so wichtig ist
Der größte Erfolg stellt sich in betreuten Gefäßsportgruppen ein. Physiotherapeuten passen die Intensität optimal an – stark genug für den Trainingseffekt, aber ohne Überforderung.
Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für verordneten Rehabilitationssport. Doch die flächendeckende Versorgung mit Gruppen bleibt eine Herausforderung. Viele Hausärzte kennen die lokalen Angebote nicht ausreichend.
Ganzheitlicher Ansatz gegen systemische Erkrankung
Experten betonen: pAVK ist eine Systemerkrankung. Patienten haben ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Daher ist die Kontrolle aller Gefäßrisiken entscheidend.
Die Zukunft liegt in der Stärkung des konservativen Ansatzes. Erforscht werden digitale Hilfen wie Fitness-Tracker und Tele-Coaching. Auch alternative Bewegungsformen wie Radfahren zeigen positive Effekte. Die klare Botschaft lautet: Gezielte Bewegung ist die wirksamste Waffe gegen die Schaufensterkrankheit.
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