BundeslĂ€nder grĂŒnden Allianz zur Fusionsforschung
31.10.2025 - 13:51:13 | dpa.deZiel des Zusammenschlusses ist es, dass das erste kommerzielle Fusionskraftwerk der Welt in Deutschland entsteht. Bayern, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Schleswig-Holstein wollen so den Weg fĂŒr eine sichere, saubere und von Rohstoffimporten weitgehend unabhĂ€ngige Energiequelle ebnen, wie das bayerische Wissenschaftsministerium in MĂŒnchen mitteilte.
Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume sprach beim GrĂŒndungsakt in MĂŒnchen von einem "historischen Tag fĂŒr die Energieforschung in Deutschland". Mit der Allianz beginne eine "Koalition der Willigen", ihre groĂen individuellen StandortstĂ€rken zu bĂŒndeln.
Bei der Kernfusion werden kleine Atomkerne bei extremen Temperaturen verschmolzen, also fusioniert - im Gegensatz zur Atomspaltung in herkömmlichen Atomkraftwerken. Weltweit wird daran geforscht, wie das Verfahren zur Energiegewinnung genutzt werden kann. Doch der Weg bis zum Betrieb richtiger Fusionskraftwerke gilt als noch sehr weit.
Entsprechend kritisierte die Klimaschutzexpertin von Greenpeace Bayern, Saskia Reinbeck: "Die Kernfusion ist eine Ă€uĂerst ineffiziente, aufwendige und teure Art der Energiefreisetzung, die mit vielen ungelösten technischen und sicherheitstechnischen Fragen einhergeht." Sie werde in den kommenden 50 Jahren keine Rolle bei der Energiegewinnung spielen.
Die neue "Fusionsallianz" soll Forschung, Industrie und Politik enger vernetzen und die Technologieentwicklung vorantreiben. Geplant sind etwa gemeinsame Programme zur Ausbildung von NachwuchskrÀften in Wissenschaft, Ingenieurswesen und Technik, die gemeinsame Nutzung bestehender Forschungsinfrastrukturen sowie Kooperationen etwa mit der Zulieferindustrie.
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