Siemensbahn: Baustart für historische S-Bahn-Strecke rückt näher
29.01.2026 - 01:43:12Die Reaktivierung der historischen Siemensbahn in Berlin geht in die entscheidende Phase. Der Baubeginn für die seit 1980 stillgelegte Strecke ist für den Herbst geplant. Ab Ende 2029 sollen dann wieder S-Bahnen zwischen Jungfernheide und Gartenfeld verkehren.
Die rund 4,5 Kilometer lange Trasse ist ein zentraler Baustein der Berliner Verkehrswende. Sie wird zwei große neue Stadtquartiere direkt an den S-Bahn-Ring anschließen. Das Projekt ist Teil des länderübergreifenden Infrastrukturprogramms i2030.
Zwei neue Stadtteile warten auf Anbindung
Die Wiederbelebung der Bahn ist eng mit der Entwicklung neuer Wohn- und Arbeitsgebiete verknüpft. Auf dem historischen Siemens-Gelände entsteht der Innovationscampus „Siemensstadt Square“. Geplant sind dort:
* Rund 3.000 Wohnungen
* Moderne Büro- und Forschungsflächen
* Bis zu 20.000 neue Arbeitsplätze bis 2035
Parallel wächst auf der Insel Gartenfeld ein weiteres Großquartier mit etwa 3.700 Wohnungen. Die ersten sollen bereits Ende dieses Jahres bezugsfertig sein. Für künftig zehntausende Bewohner und Beschäftigte wird die Siemensbahn die wichtigste ÖPNV-Anbindung.
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Komplexe Bauarbeiten an denkmalgeschützter Trasse
Die Instandsetzung der seit über 40 Jahren brachliegenden Infrastruktur ist eine technische Herausforderung. Die Arbeiten beginnen mit dem Rückschnitt der Vegetation entlang des denkmalgeschützten Viadukts. Insgesamt stehen umfangreiche Maßnahmen an:
* Verlegung von 15 Kilometern neuer Gleise
* Einbau moderner Signaltechnik
* Instandsetzung oder Neubau von etwa 30 Brücken
* Barrierefreier Ausbau der alten Bahnhöfe Siemensstadt, Wernerwerk und Gartenfeld
Eine besondere Hürde ist der Neubau zweier Brücken über die Spree. Sie sind nötig, um die Verbindung zum S-Bahn-Ring am Bahnhof Jungfernheide wiederherzustellen.
Warum die alte Trasse jetzt reaktiviert wird
Die Entscheidung für die Reaktivierung statt einen kompletten Neubau spart Zeit und Kosten. Die historische Trasse befindet sich noch im Besitz der Bahn. Sie ist ein Paradebeispiel für die Berliner Strategie, brachliegende Infrastruktur für nachhaltige Mobilität zu nutzen.
Allerdings muss das Projekt mit anderen Großvorhaben koordiniert werden – etwa dem Neubau der nahegelegenen Rudolf-Wissell-Brücke. Nur so lassen sich Verzögerungen vermeiden.
Keine Verlängerung: Fokus liegt auf Stammstrecke
Während die Arbeiten für die Stammstrecke bis Gartenfeld konkret werden, sind Erweiterungspläne vom Tisch. Eine geprüfte Verlängerung in die Wasserstadt Spandau wird nicht realisiert. Der Grund: Der notwendige Tunnelbau wäre zu kostspielig.
Der Fokus liegt nun voll auf der termingerechten Fertigstellung bis Dezember 2029. Das Datum ist symbolträchtig – es markiert das 100. Jubiläum der ursprünglichen Eröffnung der Siemensbahn.
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