SoftBank Aktie: AI-Dämpfer
26.01.2026 - 14:36:31SoftBank gerät heute in Tokio deutlich unter Druck. Auslöser sind Berichte über ein abruptes Ende der Gespräche zum milliardenschweren Kauf des US-Rechenzentrumsbetreibers Switch – ein zentrales Element der ehrgeizigen „Stargate“-KI-Strategie. Parallel dazu treibt der Konzern zwar ein großes KI-Infrastrukturprojekt in Japan voran, doch an der Börse überwiegt kurzfristig die Enttäuschung über den geplatzten US-Deal.
Deutlicher Rücksetzer in Tokio
Die Aktie von SoftBank Group Corp. schloss heute an der Tokioter Börse bei 4.065 Yen und damit rund 4,9 % unter dem Vortag. Nach einem Start bei 4.134 Yen rutschte der Kurs im Tagesverlauf bis auf 4.010 Yen ab, bevor er sich zum Handelsschluss leicht erholte.
Auffällig ist das im Vergleich zu den Vortagen hohe Handelsvolumen: Über 53 Millionen Aktien wechselten den Besitzer. Das deutet darauf hin, dass vor allem größere Adressen ihre Einschätzung der kurzfristigen Wachstumsperspektiven nach den jüngsten Nachrichten neu justieren.
Noch in der vergangenen Woche war der Titel deutlich fester. Am 22. Januar sprang die Aktie im Zuge von Spekulationen über bevorstehende KI-Deals zeitweise um mehr als 11 % nach oben. Auf diese Vorschusslorbeeren folgt nun eine spürbare Gegenbewegung.
Switch-Übernahme vorerst vom Tisch
Kern des Kursrückgangs ist der Stopp der Verhandlungen über eine Übernahme des US-Rechenzentrumsbetreibers Switch. Der geplante Kauf galt als eine Art Eckpfeiler von Masayoshi Sons „Stargate“-Projekt, mit dem sich SoftBank Zugang zu energieeffizienter Infrastruktur für KI-Anwendungen sichern wollte.
Die bekannten Eckdaten des Deals:
- Volumen: Der mögliche Kauf wurde mit rund 50 Milliarden US-Dollar bewertet.
- Strategische Bedeutung: Switch sollte einen zentralen Baustein liefern, um Energie- und Rechenkapazitäten vertikal zu integrieren – auch im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit OpenAI.
- Status: Masayoshi Son hat laut Berichten eingeräumt, dass eine Komplettübernahme aktuell „vom Tisch“ ist; eine geplante Ankündigung wurde gestrichen.
- Alternativen: Gespräche über eine Teilbeteiligung oder eine strategische Partnerschaft sollen weiterlaufen.
Anleger werten das vorläufige Scheitern des Vollerwerbs als Rückschlag für die globale KI-Infrastrukturstrategie. Vor allem die Frage, wie SoftBank ohne Switch die angestrebte Verbindung von Energie, Rechenleistung und KI-Betrieb aufbauen kann, belastet die Stimmung.
Milliardenprojekt für heimische KI-Infrastruktur
Parallel zu den US-Plänen arbeitet SoftBank an einer großen KI-Initiative im Heimatmarkt. Das Unternehmen führt ein Konsortium an, das in Japan ein eigenes Rechen- und Entwicklungszentrum für künstliche Intelligenz aufbauen soll.
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Wesentliche Eckpunkte:
- Finanzrahmen: Rund 6,34 Milliarden US-Dollar an öffentlichen und privaten Mitteln sind vorgesehen.
- Partner: SoftBank kooperiert unter anderem mit Preferred Networks Inc. beim Aufbau grundlegender KI-Modelle.
- Zielsetzung: Die neue Infrastruktur soll mit den Kapazitäten in den USA und China mithalten und dazu beitragen, technologische Souveränität Japans im KI-Bereich zu sichern.
Dieses Langfristprojekt bietet zwar eine strategische Grundlage, doch im heutigen Handel reicht es nicht aus, um die unmittelbare Enttäuschung über die gestoppte Switch-Übernahme auszugleichen.
Volatile Spanne, 4.000 Yen im Fokus
Mit dem geplatzten Switch-Deal kehrt spürbare Volatilität in die SoftBank-Aktie zurück. Der Kurs hatte in der Vorwoche von den Hoffnungen auf schnelle Fortschritte bei KI-Investitionen profitiert und zweistellig zugelegt. Diese Erwartungen werden nun eingepreist – mit der entsprechenden Korrektur.
Der Markt kalkuliert zunehmend das Risiko ein, dass SoftBanks globale KI-Infrastrukturpläne auf mehr Widerstände oder Verzögerungen stoßen könnten als bislang angenommen. Kurzfristig bleibt die Aktie in einer schwankungsanfälligen Handelsspanne, wobei die Marke um 4.000 Yen als wichtige psychologische Unterstützung gilt.
Spannend wird, wie der Konzern die ursprünglich für Switch vorgesehenen rund 50 Milliarden US-Dollar stattdessen einsetzen will. Konkrete Signale zur Kapitalallokation und zu möglichen Alternativprojekten dürften daher in den kommenden Wochen zu den zentralen Kurstreibern gehören.
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