Solarbranche: Dachanlagen brechen ein, Solarparks boomen
27.01.2026 - 08:47:12Der Zubau von Solaranlagen auf privaten Hausdächern ist 2025 dramatisch eingebrochen. Das zeigen neue Hochrechnungen des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW-Solar). Während große Solarparks für ein stabiles Gesamtniveau sorgen, schwindet eine zentrale Säule der Energiewende.
Privater Solarausbau bricht um 43 Prozent ein
Die Zahlen sind alarmierend: Im Eigenheimsegment wurden 2025 nur noch rund 453.800 neue Anlagen installiert. Das ist ein Rückgang von 29 Prozent gegenüber 2024 – und ein Einbruch von 43 Prozent im Vergleich zum Boom-Jahr 2023. Auch die neu installierte Leistung sank auf etwa 5,15 Gigawatt, ein Minus von über 35 Prozent gegenüber 2023.
Experten sehen hier einen strukturellen Trend. Das Segment für kleine Anlagen schrumpft bereits das zweite Jahr in Folge. Damit endet der mehrjährige Boom, der durch die Energiekrise und hohe Strompreise befeuert wurde.
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Solarparks halten die Gesamtbilanz oben
Trotz des Debakels auf den Dächern blieb der gesamte Photovoltaik-Zubau in Deutschland hoch. Die Bundesnetzagentur meldete für 2025 rund 16,4 Gigawatt, der BSW-Solar schätzt sogar 17,5 Gigawatt. Dieser Wert entspricht in etwa dem Niveau des Vorjahres.
Verantwortlich für die stabile Bilanz ist ein regelrechter Boom bei Freiflächenanlagen. Sie machten 2025 etwa die Hälfte des gesamten Zubaus aus. Diese Verschiebung birgt Risiken: Sie gefährdet das dezentrale Konzept der Energiewende, bei dem private Haushalte eine tragende Rolle spielen sollen.
Politische Unsicherheit lähmt Investoren
Warum zögern Hausbesitzer plötzlich? Eine Hauptursache ist die aktuelle politische Debatte. Pläne zur Kürzung der Förderung für kleine Solaranlagen sorgen für massive Verunsicherung. Potenzielle Käufer halten sich mit Investitionen zurück.
Ein breites Bündnis aus 13 Verbänden warnt vor den Folgen. Dazu gehören der Verbraucherzentrale Bundesverband und der Bundesverband Mittelständische Wirtschaft. Sie befürchten, dass sich der Zubau im Eigenheimsegment ohne attraktive Förderungen mehr als halbieren könnte.
Klimaziele rücken in weite Ferne
Die Entwicklung stellt die Ausbauziele der Bundesregierung infrage. Für das Ziel von 215 Gigawatt Solarleistung bis 2030 wären jährlich etwa 20 Gigawatt Zubau nötig. Der Wert von circa 17 Gigawatt aus 2025 verfehlt diesen Korridor bereits.
Kann der Abwärtstrend gestoppt werden? Die kommenden Monate werden entscheidend sein. Die Branche fordert von der Politik verlässliche Rahmenbedingungen. Ohne eine Stabilisierung des Dachanlagen-Marktes droht das Tempo der Energiewende deutlich zu erlahmen.
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