Soundgarden-Comeback? Warum jetzt alle ausrasten
11.02.2026 - 07:53:43Soundgarden ist wieder in aller Munde – und zwar nicht nur bei Ü-40-Grunge-Nerds, sondern plötzlich auch auf TikTok-For-You-Pages von Gen Z. Immer öfter tauchen Clips von Black Hole Sun, Spoonman oder alten Festival-Mitschnitten auf, dazu Kommentare wie: "Bitte kommt noch einmal nach Europa" oder "Stellt euch Soundgarden 2026 in Berlin vor". Die Frage, die gerade überall gestellt wird: Passiert da wirklich was – Tour, Re-Issues, vielleicht neue Musik-Fragmente?
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Offiziell ist Stand heute noch nichts für Deutschland bestätigt, aber zwischen Interview-Aussagen, Label-Bewegungen und Social-Media-Aktivität verdichten sich die Signale. Für viele Fans wäre ein Soundgarden-Lebenszeichen nicht nur Nostalgie, sondern ein emotionales Statement: Die Band, die einen ganzen Sound geprägt hat, weigert sich, einfach zur Fußnote der 90er zu werden.
HintergrĂĽnde: Die aktuellen News im Detail
Um zu verstehen, was gerade rund um Soundgarden passiert, lohnt ein Blick auf die letzten Monate. Seit dem Tod von Chris Cornell 2017 wirkt jeder Move der Bandmitglieder extrem sensibel – juristische Streitigkeiten um Demo-Aufnahmen, Diskussionen um unveröffentlichtes Material und die Frage, ob und wie Soundgarden überhaupt noch aktiv sein können, standen im Raum.
In mehreren Interviews haben Kim Thayil, Ben Shepherd und Matt Cameron in den letzten Jahren wiederholt betont, dass sie das Vermächtnis von Soundgarden respektvoll behandeln wollen. In US-Medien fielen sinngemäß Sätze wie: Man wolle "die Musik sprechen lassen" und "Material nicht einfach aus Cashgrab-Gründen raushauen". Gleichzeitig bestätigten sie, dass es existierende, teilweise weit fortgeschrittene Songs aus der King Animal-Nachphase gibt, an denen Chris Cornell noch beteiligt war.
Spannend für deutsche Fans ist, dass sich aus der juristischen Hängepartie zwischen Band und dem Nachlass von Chris Cornell zuletzt viel gelöst hat. In Berichten war von Einigungen die Rede, die es ermöglichen sollen, an den letzten gemeinsam aufgenommenen Songs weiterzuarbeiten und diese irgendwann zu veröffentlichen. Das nährt die Hoffnung auf ein abschließendes Soundgarden-Album oder zumindest eine EP – ein letzter, bewusster Abschied statt eines abrupten Endes.
Parallel dazu häufen sich Retrospektiven und Jubiläen: 30 Jahre Superunknown, 35 Jahre Louder Than Love, Vinyl-Neuauflagen, Boxsets, Remaster-Gerüchte. Labels nutzen solche Daten normalerweise, um große Kampagnen zu fahren – oft mit Bonus-Tracks, Live-Mitschnitten oder bisher unveröffentlichten Versionen. Gerade im europäischen Markt, wo Vinyl und Sammlerboxen stark laufen, wäre eine gezielte Offensive naheliegend.
Auch Live-Seite: Matt Cameron ist mit Pearl Jam unterwegs, Kim Thayil taucht als Special Guest bei Festivals auf, spielt Songs aus dem Soundgarden-Kosmos und spricht danach in Backstage-Interviews auffallend offen über seine Lust auf gemeinsame Aktionen mit den Ex-Bandkollegen. Konkrete Deutschland-Termine fehlen, aber Festival-Booker in Europa hätten 2026 ein perfektes Argument: Grunge-Revival, ein hungriges TikTok-Publikum, das 90er-Sound neu entdeckt, und ein Bandname, der in Sekunden ganze Emotionen triggert.
Für deutschsprachige Fans hat das zwei Konsequenzen: Erstens solltest du die offiziellen Kanäle im Auge behalten – soundgardenworld.com, Newsletter und die Socials der Bandmitglieder. Zweitens lohnt es sich, die Gerüchte um Festival-Line-ups (Rock am Ring, Hurricane, Southside, Nova Rock, etc.) genauer anzusehen. Auch wenn Soundgarden ohne Chris Cornell nie wieder die gleiche Band sein werden, könnte ein kuratiertes Tribute-Set mit exzellenten Gastsängern einen Moment schaffen, der weit über Nostalgie hinausgeht.
Die Setlist & Show: Was dich erwartet
Um abzuschätzen, wie eine mögliche Soundgarden-Show 2026 in Deutschland aussehen könnte, hilft ein Blick auf die letzten Tourneen vor 2017 und auf aktuelle Wunsch-Setlists, die Fans online posten. In Foren tauchen immer wieder fiktive Running Orders auf, die sich erstaunlich ähneln – ein Mix aus Klassikern, Fan-Favourites und härteren Deep Cuts.
Ziemlich gesetzt wären natürlich die großen Hymnen: Black Hole Sun als emotionaler Höhepunkt, häufig in einer leicht verlängerten, hypnotischen Version; Spoonman mit seinem markanten Groove; Fell on Black Days, bei dem sich halbe Hallen gegenseitig den Refrain entgegenwerfen; dazu Rusty Cage, Outshined und Jesus Christ Pose als brachiale Live-Monster.
In den letzten Tour-Jahren hatten Soundgarden ihre Sets gerne so aufgebaut, dass sie mit einem Knall starten: zum Beispiel mit Searching with My Good Eye Closed oder Flower, bevor sie mit Burden in My Hand oder The Day I Tried to Live dynamisch bremsen. Diese Dramaturgie sorgt dafür, dass selbst Leute, die "nur die Hits" kennen, von Anfang an gepackt sind, während langjährige Fans ihre Deep Cuts bekommen.
Die Atmosphäre bei den letzten Europa-Shows war speziell: kein durchchoreografierter Pop-Zirkus, sondern eine Band, die ihre Songs sehr präsent, aber ohne Schnickschnack spielt. Bühne dunkel, grelle Scheinwerfer, die oft nur Silhouetten zeigen, kaum Ansagen, dafür ein massiver, trockener Gitarrensound, der im Magen klebt. Statt Pyro und LED-Wand gibt es Konzentration auf Riffs, Rhythmen und Cornells Stimme – beziehungsweise bei einem möglichen Tribute-Setup: wechselnde Gastsänger:innen, die versuchen, Emotion über Imitation zu stellen.
Online diskutieren Fans rege, welche Songs in einem post-2024-Set nicht fehlen dĂĽrften. Immer wieder genannt werden:
- 4th of July – für viele der ultimative Midtempo-Gänsehaut-Moment.
- Like Suicide – als tiefer Cut, der Live-Aufnahmen zufolge unfassbar intensiv wirkt.
- Pretty Noose – weil der Song den Spagat zwischen Airplay und Härte perfekt hinbekommt.
- Blow Up the Outside World – mit riesigem Mitsing-Potenzial.
- My Wave – rhythmisch verschachtelt, live aber überraschend tanzbar.
Stell dir eine Halle wie die Berliner Mercedes-Benz Arena, die Kölner Lanxess Arena oder die Hamburger Barclays Arena vor: Das Licht geht aus, der erste verzerrte Akkord von Outshined schleudert los, und du merkst, dass selbst Leute, die 1994 noch nicht geboren waren, jede Zeile kennen. Genau dieses Generations-Überlappen ist einer der Gründe, warum der Hype gerade so stark ist: Soundgarden sind für viele nicht nur 90er-Ikonen, sondern der Beweis, dass schwere Gitarren, komplizierte Takte und große Melodien auch 2026 relevant klingen können.
Falls es zu einer Europatour kommt, ist außerdem mit einem Block neuer bzw. bisher unveröffentlichter Songs zu rechnen – selbst wenn das "nur" alternative Versionen bekannter Stücke sind. Die Band hat früher gerne Live-Arrangements verändert: längere Intros, rhythmisierte Breaks, spontane Jam-Passagen. Genau da liegt die Magie: Du siehst keine museale Cover-Band ihrer selbst, sondern Musiker, die ihre eigenen Songs immer wieder neu aufziehen.
Das sagt das Netz:
Die GerĂĽchtekĂĽche: Was Fans vermuten
Auf Reddit, TikTok und in deutschen Facebook-Gruppen brodelt es. Unter Hashtags wie #soundgarden, #grungeisnotdead oder #blackholesun tauchen Theorien auf, die von realistisch bis komplett abgedreht reichen. Ein häufiges Muster: Fans analysieren jede Kleinigkeit – ein neues Foto im Studio, ein kryptischer Kommentar von Matt Cameron, ein Post von Vicky Cornell – und basteln daraus Zeitachsen, wann welches Release kommen könnte.
Eine weit verbreitete Theorie: 2026 wird das Jahr der großen Grunge-Rückkehr. Argument: Nirvana, Pearl Jam, Alice In Chains und Soundgarden würden im Kollektiv noch einmal stark in die Popkultur gepusht – über Biopics, Dokumentationen, Serien-Soundtracks und Social-Media-Kampagnen. Ein Denkmodell sieht eine kuratierte Tribute-Tour mit verschiedenen Sänger:innen vor, die sich die Kataloge teilen. Für Soundgarden könnte das bedeuten: Live-Shows mit wechselnden Gaststimmen, vielleicht sogar einem festen, respektvoll ausgewählten Frontmann für einen Teil der Sets.
Auf TikTok kursiert etwa die Idee, dass jüngere Rock-Sänger – Namen wie Sam Carter (Architects), Hayley Williams (Paramore) oder sogar ein komplett unbeschriebenes Talent aus Casting-Formaten – punktuell als Gäste auftreten könnten. Die meisten Fans sind sich aber einig: Es darf niemals nach "Ersetzung" von Chris Cornell aussehen, eher wie eine Verneigung. Ein häufiger Kommentar unter Fanposts lautet sinngemäß: "Niemand kann Chris ersetzen, aber seine Songs verdienen es, laut gespielt zu werden."
Ein weiteres heißes Thema sind mögliche Ticketpreise. In deutschen Foren liest man viele Vergleiche mit den üppigen Preisen anderer Reunion- oder Legacy-Acts. Die Erwartung an Soundgarden: fair, aber nicht billig. Fans argumentieren, dass eine respektvolle Tribute-/Legacy-Tour nicht im obersten Preissegment landen sollte, um auch jüngeren Leuten ohne fettes Budget den Zugang zu ermöglichen. Gleichzeitig ist klar, dass aufwendige Produktion, Gastsänger:innen und rechtliche Klärungen Geld kosten.
Spannend ist die Stimmungslage: Während bei manchen großen Classic-Rock-Bands der Ton oft zynisch ist ("Noch eine Abschiedstour, lol"), überwiegt bei Soundgarden Respekt und eine gewisse Vorsicht. Viele schreiben, dass sie lieber gar keine Shows hätten, als ein liebloses Cash-In-Projekt. Daraus ergibt sich ein hoher Anspruch: Wenn etwas kommt, muss es künstlerisch sinnvoll begründet sein – etwa durch die Präsentation bislang unveröffentlichter Songs, eine klare Dramaturgie der Shows und eine Kommunikation, die transparent vermittelt, warum die Band diesen Schritt geht.
Neben Tour- und Release-Spekulationen geht es im Netz auch viel um Re-Framing für eine neue Generation. Auf TikTok erklären ältere Fans in kurzen Clips, wie sie Soundgarden in den 90ern live erlebt haben, welche Bedeutung Superunknown für sie hatte und warum Songs wie The Day I Tried to Live oder Fell on Black Days Textzeilen enthalten, die 2026 genauso treffen – Stichwort mentale Gesundheit, gesellschaftlicher Druck, Selbstzweifel. Das sorgt dafür, dass Soundgarden nicht als "Retro-Act" wahrgenommen werden, sondern als Band, deren Themen unangenehm aktuell geblieben sind.
Viele hoffen deshalb auf ein kuratiertes Streaming-Special oder eine hochwertige Live-Doku, falls es zu besonderen Shows kommt. In Fan-Threads taucht immer wieder die Idee auf, ein Konzert in einer ikonischen Location (zum Beispiel in Seattle) aufzunehmen und parallel für Kinos oder Streaming zu lizenzieren – inklusive Kommentaren und Archiv-Material aus der Bandgeschichte. Solche Formate würden es auch Fans in Deutschland ermöglichen, emotional dabei zu sein, selbst wenn der Tourplan am Ende nur wenige Europa-Daten enthält.
Alle Daten auf einen Blick
Offizielle Deutschland-Tourdaten für 2026 sind Stand jetzt nicht bestätigt. Um dir trotzdem einen Überblick zu geben, findest du hier eine kompakte Zusammenstellung relevanter Eckpunkte aus der Bandhistorie und möglichen Szenarien, die in Fan-Diskussionen auftauchen.
| Kategorie | Info | Relevanz fĂĽr deutsche Fans |
|---|---|---|
| Bandgründung | Mitte der 80er in Seattle | Ursprung der Grunge-Bewegung, Soundgarden prägten den Sound, der später weltweit explodierte. |
| SchlĂĽsselaAlbum | Superunknown (1994) | Meilenstein mit Hits wie Black Hole Sun und Spoonman, bis heute Dauerbrenner in Rock-Radios und Playlists. |
| Letztes Studioalbum | King Animal (2012) | Comeback-Album nach langer Pause, zeigt, wie modern und wuchtig Soundgarden im neuen Jahrtausend klingen. |
| Letzte bekannte Europa-Aktivität | Festival- und Hallenshows Mitte der 2010er | Viele deutsche Fans sahen die Band damals möglicherweise zum letzten Mal mit Chris Cornell. |
| Unveröffentlichtes Material | Demos & halbfertige Songs mit Chris Cornell | Thema juristischer Einigungen; Grundlage für mögliche Releases oder Special-Editionen. |
| Potenzielle Tourfenster (Spekulation) | Sommer 2026 (Festival-Saison), Herbst 2026 (Hallentour) | Mögliche Zeiträume, die Fans und Szene-Medien aktuell am häufigsten diskutieren. |
| Mögliche Deutschland-Städte (Spekulation) | Berlin, Hamburg, Köln, München | Traditionelle Hotspots für internationale Rock-Acts mit großer Nachfrage. |
| Offizieller Info-Hub | soundgardenworld.com | Hier werden bestätigte Tourdaten, Releases und Statements zuerst landen. |
Häufige Fragen zu Soundgarden
Um den aktuellen Hype einzuordnen und dir gleichzeitig ein Deep-Dive-Update zu geben, hier die wichtigsten Fragen, die Fans gerade stellen – inklusive ausführlicher Antworten.
1. Wird es 2026 wirklich eine Soundgarden-Tour nach Deutschland geben?
Der Stand ist klar: Es gibt noch keine offiziell bestätigten Deutschland-Termine. Alles, was du aktuell liest – ob in Foren, auf Reddit oder in Kommentarspalten – basiert auf Indizien und Wünschen, nicht auf fixen Ankündigungen. Trotzdem sind die Hinweise interessanter als in den Jahren direkt nach 2017.
Zum einen hat sich die juristische Situation rund um unveröffentlichtes Material entspannt, was generell die Tür für neue Projekte öffnet. Zum anderen sprechen Bandmitglieder in Interviews wieder häufiger und positiver über die Möglichkeit, das Erbe von Soundgarden aktiv zu pflegen – sei es über Reissues, spezielle Shows oder Kurations-Formate. Für eine echte Tour mit mehreren Deutschland-Daten müssten mehrere Faktoren passen: gesundheitliche und terminliche Verfügbarkeit der Mitglieder, ein klares künstlerisches Konzept (gerade in Bezug auf Vocals) und wirtschaftliche Rahmenbedingungen.
Seriös ist deshalb nur eine Aussage: Die Chance ist realer als noch vor ein paar Jahren, aber alles bleibt Spekulation, bis offizielle Kanäle Tickets verlinken. Wenn du nichts verpassen willst, lohnt es sich, Ticket-Alarm-Funktionen bei den großen deutschen Veranstaltern zu aktivieren und regelmäßig auf soundgardenworld.com zu checken.
2. Gibt es Pläne für ein letztes Soundgarden-Album mit Chris-Cornell-Vocals?
In Interviews wurde mehrfach bestätigt, dass es unfertige Songs gibt, an denen Chris Cornell beteiligt war – inklusive Vocals. Ob daraus ein vollständiges Album entsteht oder eher eine EP bzw. eine Deluxe-Version eines bestehenden Albums, ist bisher nicht klar. Rechtlich war die Verwendung dieses Materials lange kompliziert; laut US-Berichten sollen sich Band und Nachlass inzwischen aber geeinigt haben.
Für Fans weltweit – und speziell in Europa – wäre ein solches Release mehr als nur ein Bonus: Es könnte ein bewusster, kuratierter Schlusspunkt sein. Wichtig ist, dass die Band immer wieder betont hat, nichts zu veröffentlichen, was Cornell nicht auf einem gewissen Qualitätslevel hinterlassen hat. Heißt: Eher weniger Songs, aber sorgfältig ausgewählt und produziert, statt eines vollgestopften Archivalbums.
3. Wie unterscheidet sich Soundgarden von anderen Grunge-Bands wie Nirvana oder Pearl Jam?
Soundgarden werden oft in einem Atemzug mit Nirvana, Pearl Jam und Alice In Chains genannt, aber musikalisch ticken sie spürbar anders. Während Nirvana eher auf rohe Punk-Energie setzt und Pearl Jam stark im Classic-Rock-Fundament wurzelt, arbeiten Soundgarden mit ungewöhnlichen Taktarten, schrägen Stimmungen und sehr dichten, oftmals düsteren Harmonien.
Songs wie Jesus Christ Pose oder Rusty Cage sind nicht nur hart, sondern rhythmisch vertrackt, während Black Hole Sun und Fell on Black Days melancholische, teils psychedelische Melodien über diese Schwere legen. Chris Cornells Stimme, die mühelos von brütendem Bariton zu gellenden Höhen springen konnte, macht den Unterschied noch deutlicher. Für viele jüngere Hörer:innen, die sich über Streaming-Playlists in den Grunge-Kosmos graben, sind Soundgarden gerade deshalb spannend: Die Songs sind zugänglich, haben aber genug Tiefe, um sich lange damit zu beschäftigen.
4. Lohnt es sich 2026 ĂĽberhaupt noch, Soundgarden (oder Tribute-Shows) live zu sehen?
Wenn du nur eine originalgetreue Reproduktion alter CDs erwartest, kannst du natürlich auch zu Hause bleiben und Kopfhörer aufsetzen. Aber Live-Musik lebt 2026 mehr denn je von Kontext, Emotionen und dem Gefühl, Teil eines kollektiven Moments zu sein. Selbst wenn Chris Cornell physisch nicht mehr auf der Bühne steht, kann ein gut kuratiertes Soundgarden-Set extrem bewegend sein – gerade weil alle Beteiligten wissen, wie viel Verlust und Erinnerung in diesen Songs steckt.
Viele Fans berichten schon jetzt, dass Tribute-Shows oder Pearl-Jam-Gigs mit eingebauten Soundgarden-Covern sie härter getroffen haben als so manch "normale" Show. Wenn die Bandmitglieder selbst involviert sind, steigt die Intensität noch einmal: Dann siehst du die Menschen auf der Bühne, die diese Musik geschrieben, geprobt, gestritten und weltweit getragen haben. In einer Zeit, in der vieles austauschbar wirkt, kann genau das ein Kontrastprogramm sein – ein Abend, der nachhallt, statt nur zu unterhalten.
5. Wie steige ich als Neuling am besten in die Soundgarden-Welt ein?
Wenn du gerade erst über TikTok-Reels oder Insta-Clips bei Soundgarden gelandet bist, ist Superunknown der logischste Ausgangspunkt. Das Album ist zugänglich, abwechslungsreich und enthält viele der Stücke, die heute in Playlists rotieren. Danach lohnt sich ein Schlenker zurück zu Badmotorfinger – härter, roher, mit Songs wie Rusty Cage und Outshined, die die metallische Seite der Band zeigen.
Für einen tieferen Blick in die Geschichte kannst du dir dann Louder Than Love und die frühen EPs vornehmen, bevor du mit Down on the Upside und King Animal das spätere Schaffen checkst. Parallel dazu lohnt es sich, Live-Aufnahmen auf YouTube zu suchen – gerade ältere TV-Auftritte und Festival-Sets machen klar, warum Soundgarden in Fan-Kreisen fast schon ehrfürchtig behandelt werden. Tipp: Kopfhörer auf, Handy weg, mal eine Stunde am Stück nur ein Live-Set durchziehen.
6. Warum reden so viele Leute 2026 wieder über Grunge – ist das nicht längst vorbei?
Musik kommt in Wellen zurück, aber meistens aus Gründen. Grunge war nie nur Flanellhemd-Mode, sondern Ausdruck einer Generation, die sich von den Hochglanz-Exzessen der 80er entfremdet hatte. Viele Themen von damals – Entfremdung, Leistungsdruck, psychische Belastung, gesellschaftliche Überforderung – sind 2026 eher stärker geworden. Kein Wunder, dass jüngere Leute Songs entdecken, in denen diese Gefühle roh und ohne Filter vorkommen.
Soundgarden passen genau in diese Rückkehr, weil ihre Musik düster, aber nicht hoffnungslos klingt. Es gibt Wut, Traurigkeit, aber auch Momente von Katharsis und Schönheit. Wenn du in einer überreizten, hyperoptimierten Social-Media-Welt groß wirst, wirkt so etwas schnell wie ein Ventil. Die aktuelle Grunge-Renaissance ist deshalb mehr als Retro-Ästhetik – sie ist ein Symptom dafür, dass viele keinen Bock auf glatte, immer lächelnde Pop-Realität haben.
7. Wie bleibe ich ĂĽber offizielle Soundgarden-News fĂĽr Deutschland auf dem Laufenden?
Der wichtigste Schritt: Folge nicht nur Fanseiten, sondern den offiziellen Kanälen. Dazu gehört die Website soundgardenworld.com, über die traditionell Tourankündigungen und größere Projekte laufen. Ergänzend dazu lohnt es sich, die Social-Media-Profile der einzelnen Mitglieder (vor allem Kim Thayil und Matt Cameron) im Blick zu behalten. Oft teasern sie Dinge früher an, als es große Pressemitteilungen tun.
Für den deutschsprachigen Raum sind zusätzlich die Kanäle der üblichen Verdächtigen wichtig: große Veranstalter, Festival-Accounts und die Ticket-Plattformen, auf denen Tourdaten zuerst auftauchen. Richte dir, wenn möglich, E-Mail-Alerts oder App-Benachrichtigungen ein – dann musst du nicht täglich manuell checken. Und: Trau nicht jedem "Leak"-Screenshot auf Twitter oder in Telegram-Gruppen. Wenn eine Info nicht innerhalb weniger Stunden auch bei offiziellen Stellen auftaucht, ist sie mit hoher Wahrscheinlichkeit falsch oder zumindest zu früh rausgehauen.
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