SPD-Fraktionsvize, PlÀne

SPD-Fraktionsvize konkretisiert PlÀne zu Reform der Erbschaftsteuer

07.01.2026 - 11:37:10

SPD-Fraktionsvize Wiebke Esdar konkretisiert PlÀne der SPD zu einer Reform der Erbschaftsteuer.

"Unser Reformvorschlag soll die Erbschaftsteuer gerechter, einfacher und zukunftsfest machen", sagte Esdar. "DafĂŒr gilt es zum einen, ĂŒbliche private Erbschaften innerhalb der Familie mit einem Lebensfreibetrag komplett steuerfrei vererbbar zu machen und zum anderen, millionenschwere Unternehmens-Erbschaften höher zu besteuern."

Diese wĂŒrden derzeit oft komplett steuerfrei ĂŒbertragen. "Das ist massiv ungerecht und sorgt dafĂŒr, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer grĂ¶ĂŸer wird", sagte Esdar. Sie ist zustĂ€ndig fĂŒr Haushalt und Finanzen. "Wir wollen das Vererben von Unternehmen zukunftsfest machen und ArbeitsplĂ€tze in Deutschland sichern. Wir werden daher in KĂŒrze ein Konzept vorlegen, welches all diese Kriterien erfĂŒllt und die Erbschaftsteuer zusĂ€tzlich einfacher und verstĂ€ndlicher macht."

SPD-Fraktionschef Matthias Miersch hatte der "Rheinischen Post" gesagt, sehr hohe Erbschaften sollten stĂ€rker als bislang besteuert werden. Das Verfassungsgericht werde voraussichtlich im ersten Quartal ein Urteil fĂ€llen. Es geht dabei um die Frage, ob BegĂŒnstigungen bei der Übergabe von Betrieben gegen den Gleichheitsgrundsatz verstoßen.

Im vergangenen Jahr hatte bereits SPD-GeneralsekretĂ€r Tim KlĂŒssendorf einen Systemwechsel bei der Erbschaftsteuer vorgeschlagen. "Ich bin fĂŒr einen Lebensfreibetrag bei der Erbschaft- und Schenkungsteuer. Es wĂŒrde dann eine bestimmte Summe X geben, die ein Mensch in seinem Leben erben oder geschenkt bekommen kann, ohne Steuern zu zahlen. Alles darĂŒber hinaus wird konsequent besteuert", sagte KlĂŒssendorf dem "Tagesspiegel" im September.

@ dpa.de