Stiftung Warentest bewertet Mittel gegen Wechseljahresbeschwerden
23.01.2026 - 16:39:12Hormontherapien sind bei starken Beschwerden wirksamer als pflanzliche Alternativen. Das ist das zentrale Ergebnis einer aktuellen Untersuchung der Stiftung Warentest. Die Experten bewerteten 57 verschiedene Mittel.
Während rezeptpflichtige Hormonpräparate als „geeignet“ eingestuft werden, erhalten frei verkäufliche Phytopharmaka nur das Prädikat „mit Einschränkung geeignet“. Die Begründung: Eine solide Studienlage belegt die Wirksamkeit von Hormonen gegen typische Symptome wie Hitzewallungen. Die Daten für pflanzliche Mittel seien dagegen weniger aussagekräftig.
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Doch wie wirksam sind die natürlichen Alternativen? Die Nachfrage ist groß, viele Frauen suchen Optionen neben der Hormontherapie.
- Traubensilberkerze (Cimicifuga): Dieser Wirkstoff ist einer der am besten untersuchten. Studien deuten auf eine Linderung bei leichten bis moderaten Beschwerden hin. Die Europäische Arzneimittel-Agentur erkennt ihren „gut etablierten“ Einsatz an.
- Soja und Rotklee: Sie enthalten Phytoöstrogene. Die Hoffnung, damit den Hormonmangel auszugleichen, erfüllt sich laut aktueller Datenlage aber oft nicht. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit sieht keine ausreichende Evidenz für eine Verbesserung der Beschwerden.
Bei starken Symptomen reichen pflanzliche Mittel daher häufig nicht aus. Zudem fehlen oft Langzeiterkenntnisse.
Individuelle Beratung ist entscheidend
„Die Behandlung sollte so individuell sein wie die Frau selbst“, betonen Mediziner. Die Stiftung-Warentest-Expertin Bettina Sauer rät zu einem ausführlichen Arztgespräch. Hier müssen der persönliche Leidensdruck und eventuelle Vorerkrankungen besprochen werden – auch vor der Einnahme pflanzlicher Präparate.
Neben Hormonen und Pflanzen bewerteten die Tester auch den nicht-hormonellen Wirkstoff Fezolinetant als „mit Einschränkung geeignet“. Er kann eine Option sein, wenn Hormone nicht infrage kommen, birgt aber das Risiko von Leberschäden.
Die Untersuchung unterstreicht den Goldstandard der Hormontherapie bei starken Symptomen. Für Frauen mit leichteren Beschwerden bleiben Phytopharmaka eine Alternative – deren Grenzen man jedoch kennen sollte.


