Studie, Lebensstil

Studie: Lebensstil senkt Brustkrebsrisiko deutlich

25.03.2026 - 07:31:12 | boerse-global.de

Eine neue Analyse zeigt, dass ĂŒber ein Viertel der globalen Brustkrebs-FĂ€lle auf sechs beeinflussbare Lebensstilfaktoren zurĂŒckzufĂŒhren ist. Dazu zĂ€hlen ErnĂ€hrung, Rauchen und Bewegungsmangel.

Studie: Lebensstil senkt Brustkrebsrisiko deutlich - Foto: ĂŒber boerse-global.de
Studie: Lebensstil senkt Brustkrebsrisiko deutlich - Foto: ĂŒber boerse-global.de

Eine neue Studie zeigt: Mehr als ein Viertel der Brustkrebs-FĂ€lle ließe sich durch VerhaltensĂ€nderungen verhindern. Verantwortlich sind sechs konkrete Risikofaktoren.

Die im Fachjournal „The Lancet Oncology“ veröffentlichte Analyse der University of Washington kommt zu einem klaren Ergebnis. 28 Prozent der weltweit durch Brustkrebs verlorenen gesunden Lebensjahre gehen auf nur sechs beeinflussbare Faktoren zurĂŒck. Die Botschaft der Forscher ist eindeutig: PrĂ€vention durch Lebensstil wirkt.

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Diese sechs Faktoren sind entscheidend

An der Spitze der vermeidbaren Risiken steht der Verzehr von rotem Fleisch. Er ist fĂŒr elf Prozent der Krankheitslast verantwortlich. Es folgen Rauchen und Passivrauchen (acht Prozent) sowie ein hoher Blutzuckerspiegel (sechs Prozent). Übergewicht schlĂ€gt mit vier Prozent zu Buche. Hoher Alkoholkonsum und Bewegungsmangel tragen jeweils zwei Prozent bei.

Zusammengenommen erklĂ€ren diese sechs Punkte ĂŒber ein Viertel aller Brustkrebs-Erkrankungen weltweit. FĂŒr das Jahr 2023 bedeutete das 6,8 Millionen verlorene gesunde Lebensjahre.

Konkrete Tipps fĂŒr den Alltag

Was bedeutet das praktisch? Die Studie liefert konkrete Ansatzpunkte. Eine ausgewogene, pflanzenbasierte ErnĂ€hrung mit wenig rotem Fleisch und stark verarbeiteten Lebensmitteln senkt das Risiko. Experten raten zudem, Fertiggerichte möglichst zu meiden – besonders in Kombination mit Alkohol.

RegelmĂ€ĂŸige Bewegung ist der zweite große Pfeiler. Schon 150 Minuten moderate AktivitĂ€t pro Woche zeigen Wirkung. Spannend: Aktuelle Forschung deutet an, dass Sport sogar im Jugendalter einen schĂŒtzenden Effekt haben könnte, selbst bei erblicher Vorbelastung.

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Der Verzicht auf Tabak und eine Reduktion von Alkohol komplettieren die PrĂ€ventionsstrategie. Dabei gilt: Keine Menge Alkohol ist in Bezug auf Brustkrebs „sicher“.

Leitlinien bestÀtigen den Trend

Die Bedeutung der Lebensstil-PrĂ€vention findet sich auch in aktuellen medizinischen Empfehlungen wieder. Die erst im Januar aktualisierte S3-Leitlinie zum Mammakarzinom rĂŒckt vorbeugende Maßnahmen stĂ€rker in den Fokus.

Auf dem AGO Mamma Jahresmeeting im MĂ€rz bewerteten Experten eine ausgewogene ErnĂ€hrung mit der Bestnote „Doppel Plus“. Im Zentrum stehen dabei selbst zubereitete Mahlzeiten aus frischen Zutaten.

Warum ist diese Studie so wichtig?

Brustkrebs bleibt die hĂ€ufigste Krebserkrankung bei Frauen. Die Prognosen sind alarmierend: Bis 2050 könnten die Fallzahlen um 50 Prozent steigen – auf dann 3,5 Millionen Neudiagnosen pro Jahr.

Gleichzeitig zeigen die Daten aus Seattle, dass gezielte Anstrengungen wirken. Die Krankheitslast durch Alkohol und Tabak ist seit 1990 bereits deutlich gesunken. Bei anderen Faktoren wie Übergewicht oder dem Konsum von rotem Fleisch fehlt dieser positive Trend jedoch.

Die Studie unterstreicht: PrĂ€vention ist nicht nur individuelle Verantwortung, sondern auch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Angesichts steigender Fallzahlen bei jĂŒngeren Frauen werden AufklĂ€rung und UnterstĂŒtzung fĂŒr einen gesunden Lebensstil immer wichtiger. Jede VerĂ€nderung zĂ€hlt.

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