Tesla, FSD-Preis

Tesla schraubt FSD-Preis hoch und schafft Basis-Autopilot ab

23.01.2026 - 21:02:12

Tesla stellt sein Assistenzsystem-Angebot radikal um und schafft den Kauf von Full Self-Driving ab. Ab Mitte Februar ist nur noch ein teureres Abonnement verfügbar, während Basisfunktionen hinter eine Paywall wandern.

Tesla verteuert sein umstrittenes Full Self-Driving-Paket und stellt sein gesamtes Assistenzsystem-Angebot auf den Kopf. Ab Mitte Februar ist das Abo der einzige Weg zum automatischen Fahren.

Der Schritt ist Teil einer radikalen Neuausrichtung. Tesla hat den bisher standardmäßig verbauten Basis-Autopilot für neue Fahrzeuge in den USA und Kanada gestrichen. Künftig erhalten Neuwagen nur noch eine einfache Tempomat-Funktion. Wer die Spurhalte-Assistenz „Autosteer“ nutzen will, muss das FSD-Paket abonnieren. Ein Schlüssel-Feature, das bei vielen Konkurrenten längst Standard ist, wird so hinter eine monatliche Paywall gesetzt.

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Abo-Pflicht und Preiserhöhung ab Februar

Die Änderungen sind weitreichend. Nach dem 14. Februar 2026 entfällt die Option, FSD einmalig für 8.000 US-Dollar zu kaufen. Danach bleibt nur das monatliche Abo – dessen Preis nun steigen wird. CEO Elon Musk kündigte an, die derzeitigen 99 Dollar pro Monat für das „überwachte“ FSD zu erhöhen, sobald die Fähigkeiten des Systems wachsen.

Die Begründung: Der Wert der Software steige mit jedem Schritt Richtung vollständiger Autonomie. Musk verknüpft den Preis direkt mit der Vision, dass Fahrer künftig während der Fahrt schlafen oder ihr Handy nutzen könnten. Ein riskantes Argument, denn dieses Ziel ist regulatorisch noch in weiter Ferne.

Kritik an der neuen Paywall-Strategie

Die Entscheidung stößt auf Unverständnis. Branchenbeobachter kritisieren, dass Konkurrenten wie Toyota oder Honda vergleichbare Spurhalte-Systeme bereits serienmäßig in günstigeren Fahrzeugen anbieten. Tesla kehrt damit dem Branchentrend den Rücken, Sicherheitstechnologien für alle zugänglich zu machen.

Zugleich untergräbt das reine Abo-Modell Musks frühere Erzählung vom FSD als wertsteigerndem Vermögenswert. Aus dem einstigen Kauf-„Asset“ wird ein reiner Service. Die Strategie zielt klar darauf ab, eine verlässliche Einnahmequelle abseits der schwankenden Fahrzeugverkäufe zu schaffen. Bislang nutzte nur etwa jeder achte Tesla-Besitzer das teure Paket.

Wettlauf mit Waymo und regulatorische Hürden

Der Vorstoß kommt in einem heißen Wettbewerbsumfeld. Alphabet-Tochter Waymo verlangt in Miami bereits Geld für ihre Robotaxi-Fahrten. Während Waymo auf spezielle Fahrzeugflotten mit komplexer Sensorik setzt, vertraut Tesla weiter auf seine Vision-only-Strategie und die Daten seiner Millionen-Flotte.

Der größte Unsicherheitsfaktor bleibt die Regulierung. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA untersucht weiterhin die Sicherheit von Teslas Systemen. Der Übergang von einem überwachten zu einem vollautonomen System hängt nicht nur von der Technik, sondern auch von behördlichen Genehmigungen ab. Bis dahin zahlen Kunden für eine Verheißung – deren Preis nun steigt.

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