TKMS Aktie: Rekordhoch dank Auftragsflut
26.01.2026 - 15:00:34Der Kieler Marineschiffbauer eilt an der Börse von einem Hoch zum nächsten. Zwei massive Rüstungsprojekte treiben die Fantasie der Anleger an: Ein strategisches Milliarden-Paket für Kanada und eine dringende Bestellung der Bundeswehr. Während der Kurs durch die Decke geht, fragen sich Marktteilnehmer: Kann die operative Entwicklung diese enormen Vorschusslorbeeren rechtfertigen?
Die Schlüsselfaktoren:
* Kanada-Deal: Verhandlungen über 12-Milliarden-Dollar-Auftrag inklusive Wirtschaftspaket.
* Heimatmarkt: Bundeswehr plant Kauf von drei Fregatten für rund 3 Milliarden Euro.
* Börsen-Rallye: Kurs verdoppelte sich fast seit Jahresbeginn auf neues Rekordhoch.
* Auftragsbestand: Historischer Höchststand von 18,2 Milliarden Euro.
Strategische Offensive in Kanada
CEO Oliver Burkhard setzt im Kampf um den kanadischen U-Boot-Auftrag auf eine Karte, die weit über den reinen Schiffbau hinausgeht. Um den südkoreanischen Konkurrenten Hanwha Ocean auszustechen, verhandelt TKMS über ein umfassendes Investitionspaket mit deutschen und norwegischen Partnern.
Das Angebot zielt auf die wirtschaftliche Zusammenarbeit in Schlüsseltechnologien ab. Neben der Lieferung des U-Boot-Modells 212CD stehen Investitionen in Künstliche Intelligenz, die Batterieproduktion für E-Autos und den Bergbau von Seltenen Erden im Raum. Auch der Raumfahrtsektor spielt eine Rolle: Gespräche mit Isar Aerospace wurden bereits bestätigt. Die Entscheidung über das Gesamtvolumen von bis zu 12 U-booten wird noch im Jahr 2026 erwartet.
Bundeswehr füllt die Bücher
Parallel zur Auslandsexpansion winkt ein Großauftrag vor der eigenen Haustür. Die Bundeswehr bereitet den Kauf von mindestens drei MEKO A-200 Fregatten vor. Mit einem Stückpreis von rund einer Milliarde Euro soll die erste Einheit bereits 2029 geliefert werden. Diese Beschaffung ist Teil einer alternativen Strategie, für die der Haushaltsausschuss Mittel freigegeben hat, nachdem das ursprüngliche F126-Projekt Verzögerungen aufwies.
Kurs enteilt den Analysten
Die Kombination aus MDAX-Aufstieg und vollen Auftragsbüchern spiegelt sich eindrucksvoll im Aktienkurs wider. Das Papier kletterte heute auf ein neues 52-Wochen-Hoch von 101,50 Euro. Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie ein massives Plus von 46,25 Prozent.
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Die fundamentale Entwicklung stützt diesen Trend zumindest teilweise: Der Auftragseingang verzehnfachte sich fast auf 8,8 Milliarden Euro, während die bereinigte EBIT-Marge auf 6 Prozent kletterte. Mittelfristig peilt das Management über 7 Prozent an.
Interessant ist die Diskrepanz zwischen Kurs und Analystenzielen. Während die Deutsche Bank ein Kursziel von 82 Euro ausgab und Bernstein SocGen den fairen Wert sogar nur bei 67 Euro sah, hat die Realität diese Marken längst pulverisiert. Der Markt preist offensichtlich bereits den Erfolg der anstehenden Großausschreibungen ein.
Fazit
Die TKMS-Aktie handelt derzeit als Wette auf den perfekten Sturm im Verteidigungssektor. Ob die Bewertung jenseits der 100-Euro-Marke nachhaltig ist, wird sich am 25. Februar 2026 zeigen, wenn der nächste Quartalsbericht konkrete Zahlen liefert. Bis dahin bleiben die Fortschritte beim kanadischen Tender der entscheidende Taktgeber für den weiteren Kursverlauf.
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