UBS, Aktie

UBS Aktie: Hauptversammlung mit Signalwirkung

23.03.2026 - 12:19:17 | boerse-global.de

UBS erhöht die Dividende und startet ein Milliarden-Rückkaufprogramm, während neue Verwaltungsräte mit Regulierungs- und Finanzexpertise nominiert werden. Die Kapitalanforderungen bleiben das zentrale Risiko.

UBS Aktie: Hauptversammlung mit Signalwirkung - Foto: über boerse-global.de
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Dividendenerhöhung, ein Milliarden-Rückkaufprogramm und prominente Neuzugänge im Verwaltungsrat — UBS bereitet sich auf eine Hauptversammlung vor, die gleich mehrere Signale setzt. Im Hintergrund bleibt jedoch die Frage nach den künftigen Kapitalanforderungen ungelöst.

Neue Köpfe, klare Botschaft

Zur Generalversammlung am 15. April 2026 in Basel treten drei langjährige Verwaltungsräte nicht mehr zur Wiederwahl an, darunter Vizepräsident Lukas Gähwiler nach 45 Jahren in der Branche. Als Nachfolger nominiert der Verwaltungsrat drei gewichtige Namen: Agustín Carstens, früherer Generaldirektor der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, sowie Luca Maestri, langjähriger CFO von Apple, und Markus Ronner.

Die Nominierungen sind kein Zufall. Carstens und Maestri bringen genau die Expertise mit, die UBS gerade braucht — Regulierungskenntnisse und Finanzsteuerung — während der Schweizer Bundesrat im April seine Pläne zu neuen Kapitalanforderungen konkretisieren will.

Rendite trotz Gegenwind

Parallel dazu zeigt die Bank ihren Aktionären, was sie vom eigenen Papier hält. Die vorgeschlagene Dividende für 2025 steigt auf 1,10 US-Dollar je Aktie, nach 0,87 Schweizer Franken im Vorjahr. Ergänzt wird das durch ein Aktienrückkaufprogramm von drei Milliarden Dollar für 2026 — beides zusammen ein klares Bekenntnis zur Aktionärsrendite.

Das Kapitalregulierungsthema bleibt dennoch das zentrale Risiko. UBS-Finanzchef Todd Tuckner kündigte an, man werde in einigen Wochen Klarheit über die Reformen haben. Die Schweizer Regierung plant eine vollständige Kapitalunterlegung ausländischer Tochtergesellschaften, was die Kapitalanforderungen um geschätzte 23 Milliarden Dollar erhöhen würde. UBS bezeichnet das Vorhaben als „extrem" — und hält vorerst an seinen mittelfristigen Finanzzielen fest, da das neue Regelwerk frühestens 2027 in Kraft treten dürfte.

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Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund 22 Prozent verloren und notiert damit deutlich unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 41,10 Euro.

Zwei Termine in zwei Wochen

Auf die Hauptversammlung am 15. April folgt bereits am 29. April die Vorlage der Q1-Zahlen 2026. Analysten erwarten für das Gesamtjahr einen Gewinn je Aktie von 3,22 US-Dollar. Wie belastbar diese Prognose ist, wird maßgeblich davon abhängen, welche Kapitalregeln der Bundesrat tatsächlich beschließt.

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