Sparpaket Gesundheit: Was steckt drin?
30.03.2026 - 17:15:59 | dpa.deDie wichtigsten VorschlĂ€ge im Ăberblick:
* Allein um 12 Milliarden Euro könnte die gesetzliche Krankenversicherung ab 2027 entlastet werden, wenn der Bund die BeitrĂ€ge fĂŒr BĂŒrgergeldempfĂ€nger aus Steuergeld finanzieren wĂŒrde.
* Weitere 5,5 Milliarden Euro brĂ€chte es nach Berechnungen der Fachleute, den Anstieg der VergĂŒtungen im Gesundheitsweisen global zu deckeln.
* 3,5 Milliarden Euro wĂ€ren laut Kommission bei der kostenlosen Mitversicherung fĂŒr Ehegatten einzusparen. Betroffen wĂ€ren schĂ€tzungsweise 1,6 Millionen bisher kostenlos versicherte MĂ€nner und Frauen, die pauschal 240 Euro im Monat zahlen mĂŒssten. Das soll nicht fĂŒr Eltern kleiner Kinder und auch nicht fĂŒr Rentner gelten.
* Zusammen rund 1,9 Milliarden Euro zusĂ€tzlich könnten aus drei Steuerquellen kommen: eine höhere Tabaksteuer, eine höhere Alkoholsteuer und eine neue gestaffelte Steuer auf zuckergesĂŒĂte ErfrischungsgetrĂ€nke. Das soll nicht nur mehr Geld bringen, sondern den Konsum zurĂŒckdrĂ€ngen.
* Ebenfalls rund 1,9 Milliarden Euro brÀchte die Erhöhung diverser Zuzahlungen der Patienten.
* Eine Senkung des Krankengeld-Zahlbetrags könnte aus Sicht der Experten 1,3 Milliarden Euro bringen, eine Begrenzung der Zahlung auf 78 Wochen noch einmal etwa 100 Millionen.
* Patienten wĂ€ren von der empfohlenen Streichung einiger Leistungen betroffen, so etwa homöopathische Medizin, die Erstattung von CannabisblĂŒten, die regelmĂ€Ăige flĂ€chendeckende FrĂŒherkennung von Hautkrebs und die "Begrenzung von potenzieller Ăber- und Fehlversorgung in der kieferorthopĂ€dischen Versorgung". Die angesetzten SparbetrĂ€ge liegen jeweils meist zwischen 100 und 300 Millionen Euro im Jahr.
* Zulasten der Arzneimittelhersteller ginge der Vorschlag eines dynamisierten Herstellerabschlags, den die Experten mit 2,3 Milliarden Euro veranschlagen. Dazu kÀmen diverse weitere SparvorschlÀge bei Arzneien.
* Ărztinnen und Ărzte wĂ€ren von etlichen ĂnderungsvorschlĂ€gen bei Honoraren und Budgets betroffen. So sollen zum Beispiel bei den ZuschlĂ€gen fĂŒr Termine fĂŒr bestimmte AkutfĂ€lle 1,3 Milliarden Euro eingespart werden.
* KrankenhĂ€user sind bei den Expertenempfehlungen ebenfalls mit MilliardenbetrĂ€gen dabei. 500 Millionen Euro könnte es bringen, die Tarife nicht vollstĂ€ndig zu refinanzieren, weitere 600 Millionen Euro werden dafĂŒr veranschlagt, die Pflegepersonalkosten wieder in Fallpauschalen einzugliedern.
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