Ungarn klagt gegen EU-Gasimport-Verbot aus Russland
02.02.2026 - 17:27:04 | dpa.deDies teilte der ungarische AuĂenminister Peter Szijjarto auf X mit, kurz nachdem die entsprechende Verordnung im Amtsblatt der EU erschienen war. Auch die Slowakei hatte eine Klage angekĂŒndigt.
Szijjarto begrĂŒndete den Gang vor den EuGH damit, dass bei der Beschlussfassung Ende Januar Ungarn und die Slowakei nicht hĂ€tten ĂŒberstimmt werden dĂŒrfen. Vom Charakter her hĂ€tte es sich um einen Sanktionsbeschluss gehandelt, fĂŒr dessen Annahme Einstimmigkeit nötig gewesen wĂ€re. Der Rat der Mitgliedsstaaten hatte jedoch die Importstopp-VerfĂŒgung als handelspolitische MaĂnahme behandelt, fĂŒr deren Billigung eine qualifizierte Mehrheit ausreicht.
Die von einer Mehrheit der EU-LÀnder beschlossene Verordnung sieht vor, dass spÀtestens Ende 2027 der Import von Erdgas aus Russland aufhören soll. Damit will die EU angesichts des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine Russlands Einnahmen aus Energie-Rohstoffexporten verringern. Mit der Veröffentlichung im EU-Amtsblatt trat die Verordnung am Montag in Kraft.
Ungarn ist in hohem MaĂe von Gasimporten aus Russland abhĂ€ngig. Seit dem Kriegsbeginn in der Ukraine hat das ostmitteleuropĂ€ische Land keine ernsthaften Anstrengungen unternommen, um sich aus dieser AbhĂ€ngigkeit zu lösen. Der rechtspopulistische MinisterprĂ€sident Viktor Orban gilt als engster VerbĂŒndeter des Kremlherrn Wladimir Putin in der EU.
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