'WSJ': Trump prĂŒft MilitĂ€reinsatz zur Uran-Bergung im Iran
30.03.2026 - 09:05:41 | dpa.deTrump prĂŒfe zurzeit, wie gefĂ€hrlich dies fĂŒr die dafĂŒr nötigen Bodentruppen wĂ€re, zitierte das "Wall Street Journal" US-Beamte. Eine Entscheidung habe der PrĂ€sident noch nicht getroffen.
Trump stehe der Idee aber grundsĂ€tzlich offen gegenĂŒber, da ein solcher MilitĂ€reinsatz dazu beitragen könnte, sein zentrales Ziel zu erreichen - nĂ€mlich den Iran daran zu hindern, jemals eine Atomwaffe herzustellen. Ein solcher MilitĂ€reinsatz wĂ€re eine komplexe und riskante Mission, die die US-StreitkrĂ€fte wahrscheinlich mehrere Tage oder lĂ€nger in dem Land durchfĂŒhren mĂŒssten.
Bevor Israel und die USA bereits im Juni vergangenen Jahres Luftangriffe auf den Iran geflogen und dabei auch drei Atomanlagen bombardiert hatten, verfĂŒgte das Land nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) ĂŒber mehr als 400 Kilogramm Uran mit einem Reinheitsgrad von 60 Prozent. FĂŒr den Bau von Atomwaffen sind mehr als 90 Prozent nötig.
Uran in unterirdischen Tunneln vermutet
Nach EinschĂ€tzung von IAEA-Chef Rafael Grossi dĂŒrfte sich das hochangereicherte Uran hauptsĂ€chlich in unterirdischen Tunneln und LagerstĂ€tten in den Atomanlagen Isfahan und Natans befinden, die beide von den USA und Israel im vergangenen Juni bombardiert worden waren.
Trump habe seine Berater dazu ermutigt, den Iran dazu zu drĂ€ngen, der Ăbergabe des Materials als Bedingung fĂŒr ein Kriegsende zuzustimmen, zitierte das "Wall Street Journal" eine nicht genannte Quelle. Trump habe in GesprĂ€chen mit VerbĂŒndeten deutlich gemacht, dass die Iraner das Uran nicht behalten könnten. Er habe auch darĂŒber gesprochen, es mit Gewalt zu beschlagnahmen, sollte der Iran nicht am Verhandlungstisch dazu einwilligen.
Am Sonntagabend (Ortszeit) habe Trump Reportern gesagt, der Iran mĂŒsse den Forderungen der USA nachkommen, sonst "werden sie kein Land mehr haben", berichtete das "Wall Street Journal" weiter. In Bezug auf das iranische Uran habe er erklĂ€rt: "Sie werden uns den nuklearen Staub geben."
Seit Tagen gibt es Berichte ĂŒber eine mögliche Bodenoffensive des US-MilitĂ€rs im Iran. Pakistan bemĂŒht sich zwar um Vermittlung, bisher haben Washington und Teheran aber noch keine direkten Verhandlungen zur Beendigung des Kriegs aufgenommen.
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