Trump kritisiert Merz fĂŒr Haltung im Iran-Krieg
28.03.2026 - 08:04:25 | dpa.deDer Republikaner attackierte bei einem Kongress in Miami im US-Bundesstaat Florida erneut zunĂ€chst die Nato-VerbĂŒndeten Frankreich und GroĂbritannien - und kam dann auf Deutschland zu sprechen: "Der deutsche Bundeskanzler - das sind alles meine Freunde - Friedrich. Der deutsche Bundeskanzler, er sagte: "Das ist nicht unser Krieg"." Trump schob nach, dass dann der Ukraine-Krieg auch nicht der der USA sei.
Trump kritisiert einen Satz
Bereits am Vortag hatte Trump Deutschland kritisiert. Er habe es als "unangemessen" empfunden, dass von deutscher Seite geĂ€uĂert worden sei: "Das ist nicht unser Krieg." Trump nannte dabei allerdings keinen konkreten Namen und schrieb die ĂuĂerung der Spitze zu ("the head of Germany"). Der Satz stammt ursprĂŒnglich von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD). Merz hatte sich unlĂ€ngst bei einem Besuch in Norwegen so geĂ€uĂert: "Deutschland ist nicht Teil dieses Krieges, und wir wollen es auch nicht werden."
Trump wollte Hilfe von der Nato
Der US-PrĂ€sident hatte Nato-VerbĂŒndete um Hilfe bei der militĂ€rischen Absicherung der durch den Iran-Krieg quasi blockierten Schifffahrt durch die StraĂe von Hormus gebeten. Die Meerenge ist wichtig fĂŒr den weltweiten Ălhandel. Weil die Nato-Partner der Aufforderung nicht nachkamen, hat er sie wiederholt mit scharfen Worten kritisiert.
Auf Trumps Kritik an Deutschland vom Vortag hatte am Freitag die Bundesregierung zurĂŒckhaltend reagiert. "Wir kommentieren jetzt nicht jede ĂuĂerung anderer StaatsoberhĂ€upter und werden auch in diesem Fall diese ĂuĂerung intern bewerten", sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius in Berlin. Man stehe im engen Kontakt mit der US-Regierung. "Aber es ist jetzt keine ĂuĂerung, die uns den Schlaf raubt", fĂŒgte er hinzu.
Merz attackierte spĂ€ter Trump fĂŒr dessen Agieren im Iran-Krieg. "Was Trump da im Augenblick macht, ist nicht Deeskalation und der Versuch, da eine friedliche Lösung hinzubekommen, sondern eine massive Eskalation mit offenem Ausgang", sagte Merz auf dem "F.A.Z.-Kongress 2026". "Das sind Eskalationen, die schon bedrohlich sind. Nicht nur fĂŒr die Betroffenen, sondern fĂŒr uns alle."
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