Vodafone, TV-Frequenz-Umstellung

Vodafone realisiert TV-Frequenz-Umstellung in Hamburg

27.01.2026 - 00:51:12

Vodafone führt in Hamburg eine großflächige Frequenzumstellung durch, um sein Kabelnetz für höhere Internetgeschwindigkeiten zu optimieren. Kunden müssen ihre TV-Geräte neu scannen.

Hamburger Vodafone-Kunden müssen heute ihre TV-Geräte neu suchen lassen. Eine groß angelegte Frequenzumstellung im Kabelnetz soll Platz für schnelleres Internet schaffen.

Die Änderung trat in der Nacht zum Dienstag in Kraft und betrifft weite Teile der Stadt – von der Innenstadt (z.B. 20095) bis in suburbane Gebiete (wie 22399). Ein einfacher Kanalsuchlauf stellt das volle Programm wieder her. Moderne Receiver und Set-Top-Boxen von Vodafone, ehemals Unitymedia, und Sky starten die Suche oft automatisch. Besitzer älterer Geräte müssen den Scan manuell in den Einstellungen anstoßen.

„Die bestehenden Senderpakete und Abos ändern sich nicht“, betont das Unternehmen. Lediglich die technische „Adresse“ der Programme im Frequenzband verschiebt sich. Nach dem Scan erscheinen die Sender wieder – möglicherweise an einer anderen Position in der Liste. Individuelle Favoritenlisten oder geplante Aufnahmen auf Festplattenrekordern müssen Nutzer unter Umständen neu anlegen.

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Netz-Optimierung für die Gigabit-Zukunft

Hinter der Aktion steckt eine bundesweite Strategie. Vodafone harmonisiert sein Kabelnetz, um es effizienter und leistungsfähiger zu machen. Bisher nutzten Regionen oft unterschiedliche Frequenzpläne. Diese Fragmentierung bremst das gesamte System aus.

Durch die Standardisierung entstehen zusammenhängende Blöcke im Frequenzspektrum. Diese werden für DOCSIS-Kanäle genutzt – die Technologie für Hochgeschwindigkeits-Internet über Koaxialkabel. Der frei gewordene „digitale Raum“ soll direkt in mehr Kapazität und Geschwindigkeit für Internetanschlüsse fließen. Das ist die Antwort auf die explodierende Nachfrage durch Streaming, Homeoffice und Smart Home.

Der Schritt unterstreicht einen branchenweiten Trend: Die Infrastruktur wird primär für Datenverkehr umgebaut, traditionelles Fernsehen rückt in den Hintergrund. Für Kabelbetreiber wie Vodafone sind solche Optimierungen überlebenswichtig, um im Wettbewerb mit dem Glasfaserausbau mithalten zu können. Die vollständige Harmonisierung des deutschen Netzes soll bis Mitte 2026 abgeschlossen sein.

Für Hamburg verspricht die Umstellung langfristig ein stabileres und leistungsfähigeres Netz, das die nächste Generation digitaler Dienste tragen kann. Die kurze Unannehmlichkeit des Neuscanns könnte sich also für Hunderttausende Nutzer in Form schnellerer Internetverbindungen auszahlen.

@ boerse-global.de