Wacker Chemie Aktie: Harte Preiserhöhungen
02.04.2026 - 16:08:12 | boerse-global.deDie Chemiebranche zittert vor den Folgen der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten, doch Wacker Chemie geht in die Offensive. Mit deutlichen Preisanpassungen bei Siliconen und Polymeren reagiert der Konzern auf die Kostenexplosion in der Logistik und bei Rohstoffen.
Offensive gegen Rohstoffkosten
Das Ifo-Institut warnte am Donnerstag vor der vollen Wucht der Krise für die deutsche Chemieindustrie. Wacker Chemie reagiert unmittelbar: Seit dem 1. April gelten höhere Preise für das gesamte Silicon-Portfolio, das rund die Hälfte des Konzernumsatzes ausmacht. Steigende Kosten für Öl und Erdgas lassen dem Management kaum eine andere Wahl, als die Belastungen an die Kunden weiterzugeben. Auch im Bereich der Polymere, die in der Bau- und Farbenindustrie gefragt sind, ziehen die Preise für Harze und Dispersionen an.
PACE soll Turnaround sichern
Nach einem tiefroten Jahr 2025, das durch eine 600-Millionen-Euro-Abschreibung auf die Siltronic-Beteiligung belastet war, soll 2026 der operative Turnaround gelingen. Das Sparprogramm „PACE“ fungiert hierbei als zentraler Hebel. Ziel sind Bruttoeinsparungen von 200 Millionen Euro allein in diesem Jahr, vor allem in der Verwaltung und Produktion.
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Die Aktie spiegelt die Hoffnung auf eine Stabilisierung bereits wider. Mit einem aktuellen Kurs von 81,45 Euro notiert das Papier zwar leicht unter dem jüngsten 52-Wochen-Hoch von 85,10 Euro, liegt aber weiterhin komfortabel über dem 200-Tage-Durchschnitt von 69,39 Euro. Analysten bewerten insbesondere den angestrebten positiven Netto-Cashflow als wichtiges Signal für die finanzielle Disziplin des Konzerns.
Fokus auf das erste Quartal
Die entscheidende Phase für die neue Preisstrategie und das Sparprogramm beginnt jetzt. Anleger sollten sich zwei Termine im Kalender markieren:
- 29. April 2026: Veröffentlichung des Zwischenberichts zum ersten Quartal.
- 06. Mai 2026: Ordentliche Hauptversammlung (virtuell).
Der Quartalsbericht Ende April wird erstmals statistisch belegen, ob die Kunden die höheren Preise akzeptieren oder ob die Nachfrage unter dem Kostendruck nachgibt. Zudem muss der Vorstand zeigen, inwieweit die PACE-Einsparungen die Belastungen durch reduzierte CO2-Kompensationen bereits auffangen können.
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