Wahnsinn um Richard Prince: Warum diese Kunst Millionen bringt – und alle triggert
27.01.2026 - 07:14:20Alle reden über diese Kunst – ist das noch genial oder einfach nur dreist?
Er kopiert Instagram-Fotos, vergrößert Marlboro-Cowboys, druckt fremde Witze auf Leinwand – und verkauft das Ganze für Millionen. Richard Prince ist der vielleicht umstrittenste Kunststar unserer Zeit. Und genau deshalb musst du ihn kennen.
Wenn du wissen willst, wie weit Kunst heute gehen darf, kommst du an ihm nicht vorbei. Kunst-Hype, Skandal, Millionen-Hammer – bei Prince hängt alles zusammen. Und ja: Ein Screenshot kann hier plötzlich zum Investment werden.
Das Netz staunt: Richard Prince auf TikTok & Co.
Richard Prince ist quasi der Endgegner von Instagram-Ästhetik. Er nimmt fremde Bilder, zoomt sie auf XXL, packt einen Kommentar drunter – fertig ist das Kunstwerk. Glatte Oberflächen, bekannte Motive, viel Weißraum und immer ein Hauch "Darf der das?".
Seine Werke sehen aus wie dein Feed, nur eben im Museum oder auf der Messe. Ultra-Instagrammable, perfekt für Selfies, aber gleichzeitig ein hartes Statement: Wem gehören Bilder im Internet überhaupt?
Auf Social Media geht vor allem seine "New Portraits"-Serie viral – riesige Prints von Instagram-Screenshots, inklusive Usernamen, Likes und Comments. Manche feiern das als geniale Kritik an der Attention-Ökonomie, andere sehen nur einen Boomer, der Insta ausnutzt.
Willst du die Kunstwerke in Action sehen? Hier geht's zum Hype:
In den Kommentaren kocht regelmäßig die Stimmung: Von "This is peak late capitalism" über "My kid could do this" bis "Take my money" ist alles dabei. Genau diese Reibung macht ihn zur perfekten Kunstfigur für das Social-Media-Zeitalter.
Meisterwerke & Skandale: Das musst du kennen
Wenn du bei Richard Prince mitreden willst, gibt es ein paar Must-See-Werke, die immer wieder auftauchen – in Auktionen, Memes oder Shitstorms.
- "Cowboys" (Marlboro-Appropriations)
Die legendären Cowboy-Fotos, die aussehen wie klassische Marlboro-Werbung – nur ohne Logo. Prince hat in den 1970ern und 1980ern einfach bestehende Zigaretten-Reklamen abfotografiert, neu gerahmt und als eigene Kunst verkauft. Heute gelten die "Cowboys" als Ikonen der Appropriation Art und bringen bei Auktionen regelmäßig Millionen. Für viele ist das der Moment, in dem Werbung, Popkultur und Hochkunst endgültig verschmolzen sind. - "Nurse"-Gemälde
Halb Horrorfilm, halb Groschenroman: Prince hat die Cover alter billiger Arzt- und Krankenschwester-Romane genommen, verfremdet und als große Gemälde neu inszeniert. Masken, Schriftzüge, Horror-Vibes – extrem plakativ, düster, hoch sammelbar. Diese Serie hat seinen Markt richtig zum Explodieren gebracht und ist bis heute ein Liebling von Top-Sammlern. - "New Portraits" (Instagram-Screenshots)
Das ist die Serie, die das Internet gespalten hat. Prince screenshotet Insta-Posts von Models, Influencerinnen, Künstlerinnen, verfremdet minimal, fügt einen Kommentar von sich selbst ein – und verkauft die Drucke als Kunstwerke. Einige Betroffene waren schockiert, andere haben es als Promo genutzt. Der Shitstorm war enorm, aber genau dadurch wurde die Serie zu einem viralen Hit und zum Lehrbuchbeispiel für Urheberrechts-Diskussionen im Digitalzeitalter.
Klar: Bei all dem geht es nicht nur um Stil, sondern um Grenzüberschreitung. Prince zwingt dich, über Originalität, Copyright und Fame nachzudenken. Und genau das macht seine Arbeiten für Museen, Sammler und Feuilletons so attraktiv.
Rekord-Preise: So viel ist die Kunst wert
Wer sich fragt, ob Richard Prince nur ein Meme ist oder wirklich Blue-Chip-Kunst – die Auktionshäuser geben eine ziemlich klare Antwort.
Zu den höchsten bekannten Ergebnissen gehören unter anderem seine "Nurse"-Gemälde und die Cowboy-Fotografien, die bei internationalen Auktionen in den Bereich von mehreren Millionen US-Dollar geklettert sind. Werke aus der "Nurse"-Serie sollen laut Marktberichten schon Preise im hohen einstelligen Millionenbereich erzielt haben, einzelne "Cowboys" lagen ebenfalls bei Mehr-Millionen-Hammern in New York und London.
Damit spielt Prince ganz oben in der Blue-Chip-Liga: Er wird von Schwergewichten wie Gagosian vertreten, ist auf allen wichtigen Messen präsent und taucht regelmäßig in Ranking-Listen der teuersten lebenden Künstler auf.
Seine Karriere-Highlights lesen sich wie ein Best-of der internationalen Kunstwelt: große Museumsausstellungen in den USA und Europa, Diskussionen in jedem wichtigen Kunstmagazin, Sammlerlisten voll mit Superreichen und Celebrities. Prince ist seit Jahrzehnten im Game – und sein Markt zeigt, dass das kein kurzfristiger Hype ist.
Für junge Sammlerinnen und Sammler heißt das: Top-Werke sind längst im Millionen-Bereich, aber Drucke, Editionen und kleinere Arbeiten tauchen immer wieder in Auktionen und Online-Sales auf. Die Einstiegspreise sind hoch, aber deutlich darunter. Wer hier einsteigt, kauft nicht nur ein Bild, sondern einen ganzen Kunst-Diskurs mit.
Live erleben: Hier kannst du die Kunst sehen
Du willst die Werke nicht nur als Screenshot sehen, sondern live vor dir haben? Dann wird es spannend: Seine Arbeiten sind zwar in vielen Museumssammlungen weltweit vertreten, aber groĂźe Einzelausstellungen sind nicht dauerhaft garantiert.
Aktueller Stand der öffentlichen Infos: Aktuell keine Ausstellungen bekannt, die offiziell und klar terminiert sind und sich ausschließlich auf Richard Prince fokussieren. Seine Werke tauchen aber regelmäßig in Gruppen- und Sammlungsausstellungen auf – vor allem in großen Häusern in den USA und Europa.
Wenn du wirklich up to date sein willst, lohnt sich ein regelmäßiger Blick auf die offiziellen Seiten:
Dort findest du neue Ausstellungen, Messeauftritte und Veröffentlichungen zuerst – inklusive Bildern, Texten und manchmal auch Videos. Wer rechtzeitig schaut, kann sich oft noch Preview-Termine oder VIP-Openings sichern.
Fazit: Hype gerechtfertigt?
Richard Prince ist nichts für Leute, die Kunst nur schön über dem Sofa haben wollen. Er ist der Typ, der dein Insta-Feed nimmt, es dir ins Museum hängt und sagt: So siehst du aus, Internet.
Dass seine Werke für Millionen versteigert werden, liegt nicht an technischer Perfektion, sondern daran, dass er die großen Themen unserer Zeit erwischt: Copyright, Konsum, Identität, Sexyness, Social Media. Genau das macht ihn für viele zur Pflichtfigur im 21.-Jahrhundert-Kanon.
Ist der Hype gerechtfertigt? Wenn du Kunst liebst, die provoziert, diskutiert und Screenshots in Geschichte verwandelt, dann: Ja. Wenn du lieber Öl-Landschaften mit Sonnenuntergang willst – dann wird es schwierig.
Aber egal auf welcher Seite du stehst: An Richard Prince kommst du im Kunst-Internet nicht vorbei


