Warner Bros. Discovery Aktie: Hürdenlauf zum Milliarden-Deal
26.03.2026 - 05:35:18 | boerse-global.deDer geplante 111-Milliarden-Dollar-Zusammenschluss mit Paramount Skydance sollte für Warner Bros. Discovery eigentlich ein Meilenstein werden. Stattdessen entwickelt sich die Übernahme zu einem komplexen Hindernisparcours. Während die entscheidende Aktionärsabstimmung näher rückt, formiert sich an mehreren Fronten Widerstand gegen die Konditionen und Begleitumstände der Transaktion.
Goldener Fallschirm sorgt für Unmut
Ein zentraler Kritikpunkt ist die finanzielle Ausgestaltung der Übernahme. Die Kanzlei Monteverde & Associates prüft derzeit im Auftrag von Investoren, ob der angebotene Preis von 31 US-Dollar je Aktie angemessen ist. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den massiven Abfindungen für die Führungsetage. Laut SEC-Unterlagen winken CEO David Zaslav beim Abschluss der Transaktion Zahlungen und Aktienoptionen im Wert von über 700 Millionen US-Dollar.
Darin enthalten sind bis zu 335 Millionen US-Dollar, die Paramount übernimmt, um Zaslavs anfallende Steuern auf dieses Ausscheidungspaket auszugleichen. Auch andere Top-Manager wie Streaming-Chef J.B. Perrette dürfen mit dreistelligen Millionenbeträgen rechnen. Diese Summen stoßen bei Aktionären auf Kritik, da sie den Wert der eigentlichen Übernahme verwässern könnten.
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Politik und Wettbewerbshüter prüfen genau
Parallel dazu wächst der politische Druck. Eine Gruppe demokratischer US-Senatoren fordert die Kommunikationsbehörde FCC zu einer umfassenden Prüfung auf. Stein des Anstoßes ist die Finanzierung des Deals: Staatsfonds aus Katar, Saudi-Arabien und Abu Dhabi steuern rund 24 Milliarden US-Dollar bei. Zwar sieht der FCC-Vorsitzende Brendan Carr wenig Handhabe für seine Behörde, da keine Sendelizenzen übertragen werden, das Justizministerium (DOJ) zeigt sich jedoch weniger nachgiebig.
Die Kartellwächter stellten klar, dass es keine Vorzugsbehandlung für eine schnelle Genehmigung geben wird. Zusätzlich hat der kalifornische Generalstaatsanwalt Rob Bonta eine eigene, rigorose Untersuchung angekündigt. Diese juristischen und politischen Unsicherheiten spiegeln sich am Markt wider: Mit einem gestrigen Schlusskurs von 23,54 Euro notiert das Papier spürbar unter dem anvisierten Übernahmepreis, obwohl die Aktie auf Sicht von zwölf Monaten bereits ein Plus von rund 129 Prozent verzeichnet.
Trotz der abgelaufenen Wartefrist nach dem US-Kartellgesetz behält das DOJ weiterhin die Möglichkeit, die Fusion anzufechten. Die nächste konkrete Hürde steht bereits im April an, wenn die Aktionäre auf einer außerordentlichen Hauptversammlung über den Zusammenschluss abstimmen. Paramount plant unverändert, die Transaktion mit einem anvisierten Abschluss im dritten Quartal 2026 über die Ziellinie zu bringen.
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