WhatsApp führt Bezahl-Abo ein und verstärkt Sicherheit
22.04.2026 - 14:32:02 | boerse-global.deDer Messenger-Dienst von Meta reagiert damit auf zwei zentrale Herausforderungen: neue Einnahmequellen und eine immer professionellere Cyberkriminalität.
WhatsApp Plus: Bezahlen für mehr Personalisierung
Meta testet derzeit ein neues Abonnement namens WhatsApp Plus. Es bietet zahlreiche Zusatzfunktionen für einen monatlichen Beitrag. In der Beta-Phase für Android stehen Nutzern bis zu 18 verschiedene Farbthemes und 14 App-Icons zur Auswahl. Zudem lassen sich dann bis zu 20 Chats in der Liste anheften – statt bisher nur drei.
Das Abo könnte in Europa etwa 2,49 Euro pro Monat kosten. Dafür gibt es auch Premium-Sticker mit Animationen und exklusive Klingeltöne. Die Kernfunktionen wie Nachrichten, Anrufe und die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bleiben für alle kostenfrei. In erweiterten Beta-Versionen wurden zudem höhere Datei-Upload-Limits von bis zu zwei Gigabyte gesichtet.
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Sicherheits-Offensive gegen raffinierte Betrüger
Parallel zur Monetarisierung verstärkt WhatsApp den Kampf gegen Betrug. Die Methoden der Kriminellen werden immer raffinierter. So warnen etwa Behörden in Südafrika vor einer Welle von Notfall-Betrügereien. Dabei übernehmen Täter gekaperte Konten und bitten die Kontaktliste unter falschen Vorwänden um Geld.
Experten raten daher zur „Double Security“: der klassischen Zwei-Faktor-Authentifizierung plus einer zusätzlichen App-Sperre per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung. Ein weiterer Fortschritt ist die breitere Einführung von Passkeys. Sie ersetzen den Login per SMS-Code und gelten als deutlich sicherer gegen Phishing und SIM-Swapping.
KI als Gamechanger für Cyberkriminalität
Die Bedrohungslage hat sich durch Künstliche Intelligenz verschärft. Sicherheitsforscher von ESET entdeckten eine neue Malware-Variante, deren Code Anzeichen einer KI-generierten Erstellung aufweist. Die Schadsoftware zielt auf NFC-Zahlungsdaten von Android-Nutzern ab.
Eine Umfrage unter US-Erwachsenen zeigt das Ausmaß der Verunsicherung: 80 Prozent ignorieren wichtige Anrufe aus Angst vor Betrug. 30 Prozent wurden bereits mit Deepfake-Stimmen konfrontiert. Ein gefährliches Missverständnis herrscht laut einem BlackBerry-Bericht selbst unter Sicherheitsexperten: Über die Hälfte glaubt fälschlicherweise, WhatsApps Ende-zu-Ende-Verschlüsselung schütze auch Metadaten oder verhindere Identitätsdiebstahl.
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Android und iOS ziehen die Datenschutz-Schraube an
Die Betriebssysteme reagieren mit strengeren Regeln. Die Vorschau auf Android 17 zeigt einen neuen Kontakt-Dialog. Apps erhalten dann nur noch Zugriff auf spezifisch freigegebene Kontakte, nicht mehr auf das gesamte Adressbuch. Auch Standortberechtigungen werden granularer.
Apple kündigt für iOS 27 und macOS 27 schärfere Netzwerksicherheitsanforderungen an. Server müssen moderne Verschlüsselungsprotokolle nutzen, sonst werden Verbindungen verweigert. Zudem integriert Apple in einer aktuellen Beta-Version erstmals Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für den RCS-Standard – das erhöht die Sicherheit bei der Kommunikation zwischen iPhone und Android.
Das Wettrüsten geht weiter
Für den Sommer 2026 werden die finalen Versionen von Android 17 und iOS 27 erwartet. WhatsApp selbst plant die Einführung von Benutzernamen. Das würde es ermöglichen, Kontakte zu knüpfen, ohne die eigene Telefonnummer preiszugeben.
Bis dahin bleibt die Empfehlung klar: Nutzer sollten alle verfügbaren Sicherheitsstufen aktivieren, unerwartete Anfragen kritisch prüfen und Updates zeitnah installieren. Das Wettrüsten zwischen Plattform-Betreibern und KI-gestützten Cyberkriminellen dürfte sich weiter verschärfen.
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