WhatsApp-Klage stellt Versprechen der PrivatsphÀre infrage
26.01.2026 - 18:26:12Eine Sammelklage in den USA wirft Meta vor, die Nutzer über den Datenschutz bei WhatsApp zu täuschen. Der Vorwurf: Das Unternehmen könne trotz Verschlüsselung auf Kommunikation zugreifen. Die Debatte beschleunigt den Trend zu datensparsamen Alternativen.
Die Klage, die vergangenen Freitag eingereicht wurde, stellt die zentrale Werbeaussage von WhatsApp direkt infrage. Die Kläger behaupten, Meta und WhatsApp könnten Nutzerkommunikationen speichern, analysieren und darauf zugreifen. Dies stehe im Widerspruch zum öffentlich vermarkteten Versprechen, dass die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung die Privatsphäre garantiere. Ein Meta-Sprecher wies die Vorwürfe als „frivoles Fantasieprodukt“ zurück und verwies darauf, dass WhatsApp seit einem Jahrzehnt das hoch angesehene Signal-Protokoll nutze.
Der Kern der Debatte dreht sich um den Unterschied zwischen verschlüsselten Nachrichteninhalten und den anfallenden Metadaten. Die Verschlüsselung schützt den Text einer Nachricht. Sie verbirgt jedoch nicht unbedingt, wer mit wem kommuniziert, wie oft, von welchem Gerät und von welchem Ort aus. WhatsApp sammelt diese Metadaten in großem Umfang und kann sie mit dem Mutterkonzern Meta teilen. Für datenschutzorientierte Konkurrenten ist die Minimierung genau dieser Metadaten dagegen ein Grundprinzip.
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„Echte Privatsphäre erfordert den Schutz von Inhalt und Metadaten“, betonen Sicherheitsexperten. Plattformen, die kaum Metadaten sammeln, seien von Haus aus privater. Sie hätten schlicht weniger Informationen, die kompromittiert oder an Behörden herausgegeben werden könnten.
Signal setzt den Non-Profit-Maßstab
In jeder Diskussion um sichere Messenger fällt der Name Signal. Die von der unabhängigen Signal Foundation betriebene App gilt als Goldstandard. Sie wird durch Spenden finanziert, was kommerzielle Anreize zur Datennutzung ausschließt. Signal sammelt bewusst extrem wenig: Nur die Registrierungsrufnummer und das Datum der letzten Aktivität werden gespeichert. Kontaktlisten, Gruppeninfos oder Metadaten bleiben auf den Geräten der Nutzer. Der quelloffene Code ermöglicht zudem ständige Überprüfungen durch unabhängige Experten.
Anonymität durch Dezentralisierung
Für Nutzer, die maximale Anonymität suchen, gibt es Messenger, die ganz ohne Telefonnummer auskommen. Session vergibt stattdessen eine zufällige ID und leitet Nachrichten durch ein Onion-Netzwerk freiwilliger Server, was die Rückverfolgung extrem erschwert.
Noch einen Schritt weiter geht Briar. Die App funktioniert peer-to-peer und benötigt nicht einmal eine Internetverbindung. Sie synchronisiert Nachrichten direkt zwischen Geräten via Bluetooth oder lokalem WLAN. Da es keine zentralen Server gibt, die gehackt oder blockiert werden könnten, ist Briar besonders resistent gegen Überwachung und Zensur.
Regulierungsdruck und die Zukunft der Verschlüsselung
Die Klage gegen Meta trifft auf eine kritische Zeit. Der regulatorische Druck auf Verschlüsselungstechnologien wächst global. In der EU soll die umstrittene Chatkontrolle (CSAR) voraussichtlich im Frühjahr 2026 verabschiedet werden. Kritiker warnen, dass solche Regelungen Plattformen zum Scannen privater Chats zwingen und so die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung aushöhlen könnten.
Der Ausgang des Verfahrens gegen Meta wird aufmerksam verfolgt. Er könnte einen Präzedenzfall dafür setzen, wie Tech-Konzerne ihre Datenschutzfunktionen bewerben dürfen. Für immer mehr Nutzer ist das entscheidende Kriterium heute nicht mehr nur, ob Nachrichten verschlüsselt sind, sondern wie wenig Daten eine App überhaupt erst sammelt. Privatsphäre muss der Standard sein, nicht eine Option.
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