ZTNA-Plattformen, VPNs

ZTNA-Plattformen verdrÀngen veraltete VPNs

24.02.2026 - 13:00:20 | boerse-global.de

FĂŒhrende Cybersicherheitsunternehmen stellen neue Zero-Trust-Plattformen vor, um kritische Schwachstellen in traditionellen VPN-Infrastrukturen zu beheben.

ZTNA-Plattformen verdrĂ€ngen veraltete VPNs - Foto: ĂŒber boerse-global.de
ZTNA-Plattformen verdrĂ€ngen veraltete VPNs - Foto: ĂŒber boerse-global.de

Die Sicherheitsbranche erlebt diese Woche den finalen Bruch mit veralteten VPN-Technologien. Angetrieben von schwerwiegenden Schwachstellen in traditionellen Perimeter-Verteidigungssystemen, beschleunigen fĂŒhrende Anbieter die EinfĂŒhrung von Zero Trust Network Access (ZTNA). Zwischen dem 23. und 24. Februar 2026 kĂŒndigten Unternehmen wie Xona Systems, NVIDIA, Forescout und TSplus umfassende Plattform-Upgrades an. Der Fokus liegt auf sitzungsbasierter Resilienz, Hardware-Isolierung und kontinuierlicher IdentitĂ€tsprĂŒfung.

Anzeige

Angesichts der zunehmenden Schwachstellen in klassischen VPN-Strukturen stehen viele GeschĂ€ftsfĂŒhrer vor der Herausforderung, ihre IT-Infrastruktur modernisieren zu mĂŒssen. Dieser kostenlose Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie Ihr Unternehmen mit einfachen, proaktiven Maßnahmen effektiv vor Cyberangriffen schĂŒtzen. IT-Sicherheit stĂ€rken und Unternehmen schĂŒtzen

Der finale Bruch mit veralteter VPN-Infrastruktur

Die Dringlichkeit des technologischen Umbruchs wird durch alarmierende Berichte zur FragilitĂ€t klassischer VPN-Architekturen befeuert. Am 23. Februar 2026 bestĂ€tigten Untersuchungen, dass staatlich geförderte Angreifer Schwachstellen in der VPN-Technologie von Ivanti fĂŒr eine weitreichende Cyber-Spionagekampagne nutzten. Die Operation kompromittierte mindestens 119 Organisationen, darunter hochsensible MilitĂ€r- und RĂŒstungsunternehmen. Die Angreifer nutzten eine versteckte HintertĂŒr in der Pulse-Secure-Software, um sich Zugang zu verschaffen und sich dann lateral in interne Kundennetzwerke vorzuarbeiten.

Gleichzeitig unterstrich die Aufdeckung kritischer Fehler in TP-Link-VPN-Routern Ende Februar die AnfĂ€lligkeit perimeterbasierter ZugĂ€nge. Die Schwachstellen CVE-2025-7850 und CVE-2025-7851 ermöglichten Angreifern die AusfĂŒhrung beliebiger Systembefehle und root-Zugriff. Experten fĂŒhren die LĂŒcken auf eine unvollstĂ€ndige Behebung frĂŒherer Schwachstellen zurĂŒck. Diese hochkarĂ€tigen VorfĂ€lle zeigen: Traditionelle VPNs, die nach einmaliger Authentifizierung breiten Netzwerkzugriff gewĂ€hren, sind zum Hauptziel fĂŒr komplexe Angriffe geworden und bieten keinen ausreichenden Unternehmensschutz mehr.

Neue Plattformen fĂŒr kritische Infrastrukturen

Als direkte Antwort auf die eskalierende Bedrohungslage und verschĂ€rfte Regularien bringt die Cybersicherheitsbranche maßgeschneiderte Alternativen auf den Markt. Xona Systems stellte am 23. Februar die Plattform v5.5 vor – eine Zugangslösung speziell fĂŒr den Ersatz veralteter VPNs und Jump-Server in OT- und kritischen Infrastrukturen. Herkömmliche IT-Fernzugriffswerkzeuge versagen hĂ€ufig in industriellen Umgebungen mit instabiler Verbindung, wie Offshore-Plattformen oder abgelegenen Umspannwerken.

Die neue Plattform fĂŒhrt Sitzungs-Resilienz-Funktionen ein, die den Betriebsablauf bei Netzwerkunterbrechungen aufrechterhalten. Dazu gehören Session-Hold und automatische RDP-Wiederherstellung. So können Bediener kritische ArbeitsablĂ€ufe fortsetzen, ohne sich stĂ€ndig neu authentifizieren zu mĂŒssen. Das System unterstĂŒtzt gleichzeitige RDP-, SSH- und Web-Sitzungen fĂŒr sichere Übergaben zwischen Teams. Diese Verbesserungen bieten die strengen Audit-Kontrollen, die fĂŒr Compliance-Vorgaben wie NERC CIP und IEC 62443 nötig sind, ohne den technischen Betrieb zu behindern.

Anzeige

Neben technologischen Upgrades zwingen auch neue KI-Regulierungen und Gesetze Unternehmen zum Handeln bei der Cyber-Security. Erfahren Sie im aktuellen Experten-Report, welche Strategien mittelstÀndische Unternehmen jetzt nutzen, um ohne Budget-Explosion resilient zu werden. Kostenlosen Cyber-Security-Report herunterladen

KI und Hardware-Isolierung fĂŒr Zero Trust

Die Umsetzung von Zero-Trust-Architekturen in industriellen Steuerungssystemen scheiterte bisher oft an veralteten GerĂ€ten, proprietĂ€ren Protokollen und sicherheitskritischen AblĂ€ufen. Eine große Kooperation zwischen Forescout und NVIDIA vom 23. Februar zielt darauf ab, diese Integrationsprobleme zu lösen. Die Partnerschaft bringt praktische, KI-gestĂŒtzte Zero-Trust-Sicherheit in OT-Umgebungen durch dedizierte Hardware-Isolierung.

Forescouts agentenlose Erfassungs- und Klassifizierungstechnologie wird mit NVIDIA BlueField Data Processing Units (DPUs) integriert. Diese Architektur ermöglicht es, fortschrittliche Sicherheitsdienste und Netzwerksegmentierung vollstĂ€ndig auf dedizierter Edge-Hardware laufen zu lassen. Durch die Trennung der Schutzmechanismen von den Kernsystemen können Unternehmen kontinuierliche Verifizierung durchsetzen und laterale Bewegungen eindĂ€mmen – ohne kritische Prozesse zu stören. Diese Isolierung auf Hardware-Ebene ist ein großer Schritt zum Schutz cyber-physischer Systeme, da sie verhindert, dass kompromittierte IT-Netzwerke die physische Infrastruktur angreifen.

Strategische Neuausrichtung europÀischer Anbieter

Der Druck fĂŒr modernisierten Fernzugriff treibt auch langfristige strategische Neuausrichtungen voran. Das Pariser Unternehmen TSplus stellte am 23. Februar seine Roadmap fĂŒr das restliche Jahrzehnt vor. Das Ziel: Bis 2030 zum globalen Referenzanbieter fĂŒr Remote Access und Cybersicherheit aufzusteigen, mit Fokus auf Unternehmensskalierbarkeit und robustem Datenschutz.

Die Produktentwicklung konzentriert sich auf die AbschwĂ€chung moderner Zugriffsrisiken. Zu den geplanten Neuerungen gehört die tiefe Integration von Single Sign-On (SSO) in die Webportale, um die Authentifizierung zu zentralisieren und Diebstahl von Zugangsdaten zu erschweren. Zudem plant das Unternehmen, seine Remote-Support-Infrastruktur auf eine vollstĂ€ndig webbasierte Plattform umzustellen, um den Bedarf an anfĂ€lligen Client-Programmen zu minimieren. Diese Initiativen spiegeln einen breiteren Branchentrend wider: Nahtlose KonnektivitĂ€t und Benutzerfreundlichkeit mĂŒssen strengen Zugangskontrollen die Waage halten.

Marktanalyse: Vom IT-Workaround zur strategischen SĂ€ule

Die technologischen Fortschritte dieser Woche passen perfekt zu breiteren Marktanalysen. Der im Februar veröffentlichte Leadership Compass for Secure Remote Access von KuppingerCole stellt fest: Fernzugriff hat sich von einem taktischen IT-Workaround zu einer strategischen SÀule der operativen Resilienz entwickelt.

Zugang bedeutet heute nicht mehr nur KonnektivitĂ€t. Da Altsysteme nie fĂŒr Remote-Interaktionen konzipiert wurden, ist Protokoll-Isolierung zum neuen Sicherheitsstandard geworden. Cybersicherheitsforscher warnen zudem vor der wachsenden Gefahr durch „SchattenzugĂ€nge“ – undokumentierte Fernverbindungen von Drittanbietern, die die Unternehmensrichtlinien umgehen. Der Konsens unter Compliance-Experten: Moderne Zero-Trust-Lösungen mĂŒssen Echtzeit-Überwachung und strenge Protokoll-Isolierung bieten, um diese Risiken zu neutralisieren.

Ausblick: Das Ende impliziten Vertrauens

Die Zukunft der Unternehmenssicherheit wird von der raschen Ablösung impliziter Vertrauensmodelle geprĂ€gt sein. Sicherheitsbewertungen vom 24. Februar zeigen: Fernzugriff wird zum am stĂ€rksten ausgenutzten Angriffsvektor in cyber-physischen Systemen. Prognosen schĂ€tzen, dass bis 2029 ein signifikanter Teil aller Unternehmensangriffe auf industrielle Systeme ĂŒber Fernzugriffsvektoren erfolgen wird – ein historisch vernachlĂ€ssigbarer Wert.

Unternehmen mĂŒssen sicheren Fernzugriff als Kernkomponente ihres Risikomanagements behandeln. Die Ära der einzelnen Perimeter-Verteidigung ist vorbei. Die Erwartung an Unternehmen lautet: Kontinuierliche Überwachung, Multi-Faktor-Authentifizierung und hardware-isolierte Zero-Trust-Frameworks. Da Angreifer Schwachstellen innerhalb von Stunden nach ihrer Entdeckung nutzbar machen, riskieren Unternehmen, die ihre Fernzugriffs-Infrastruktur nicht modernisieren, aus einer betrieblichen Notwendigkeit ihre grĂ¶ĂŸte Schwachstelle zu machen.

So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schÀtzen die Börsenprofis  Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
boerse | 68607512 |