BÖRSENLEXIKON ARTIKEL

Bruttoinlandsprodukt, BIP

Bruttoinlandsprodukt, BIP (gross domestic product, GDP)

Der Wert aller Waren und Dienstleistungen, die (wenn nicht ein anderer Zeitraum ausdrĂŒcklich genannt) in einer Volkswirtschaft innert eines Jahres im Inland hergestellt bzw. erbracht wurden, bewertet zu Marktpreisen. Es lĂ€sst sich nach der Entstehungs-Verwendungs-und Verteilungsseite aufgliedern; von der EZB im Rahmen des Zwei-SĂ€ulen-Prinzips in ihre geldpolitischen Entscheidungen in vielfacher Weise einbezogen. Siehe Deflationierung, Investitionsquote, Rezession, Volkseinkommen, Wachstum. Im jeweiligen Monatsbericht der EZB finden sich im Anhang "Statistik des Euro-WĂ€hrungsgebiets" in der Rubrik "Preise, Produktion, Nachfrage und ArbeitsmĂ€rkte" Angaben zur Verwendungsseite des Bruttoinlandsprodukts in verschiedenen Unterteilungen ausgewiesen. Vgl. auch Monatsbericht der EZB vom April 2005, S. 74 (wegen der Vergleichbarkeit mit anderen Staaten), Monatsbericht der EZB vom Dezember 2005, S. 59 ff. (Verbesserung der Statistiken; Berechnungsmethoden), Monatsbericht der EZB vom Juni 2006, S. 66 ff. (ZuverlĂ€ssigkeitsgrad von SchĂ€tzungen; mit Übersichten), Monatsbericht der EZB vom Oktober 2006, S. 55 (Projektion der VerĂ€nderungsrate bis 2050 aufgrund verschiedener Variabler), GeschĂ€ftsbericht 2006 der Deutschen Bundesbank, S. 45 (Übersichten 2000-2006), Monatsbericht der EZB vom November 200z, S. 83 ff. (NeueinfĂŒhrung vierteljĂ€hrlicher Sektorkonten; ausfĂŒhrliche Darstellung mit Übersichten).

© UniversitÀtsprofessor Dr. Gerhard Merk, UniversitÀt Siegen