BÖRSENLEXIKON ARTIKEL

Covenant, Deutschen

Covenant (so auch im Deutschen gesagt)

Im Bezug auf den Finanzmarkt eine VerpflichtungserklĂ€rung, die ein Unternehmen der kreditgebenden Bank abgibt. In ihr werden im einzelnen Dinge wie Verschuldungsverbot bei anderen Banken, Gestellung von Sicherheiten, Informationspflichten oder VerĂ€usserungsverbote (Legal Covenants) festgelegt. DarĂŒber hinaus verspricht das Unternehmen, bestimmte Bilanzrelationen einzuhalten, gewisse Bilanzposten in vereinbartem Mindest-bzw. Höchststand zu belassen (sog. Cover Ratios), Ergebniskennzahlen der Bank laufend mitzuteilen usw. (Maintenance Covenants, Financial Covenants) und die fĂ€lligen Zahlungen fĂŒr Versicherungen und Steuern aufrechtzuerhalten (Affirmative Covenants). Im Falle der Nichteinhaltung hat das Unternehmen (in der Regel vorher vertraglich festgelegte) Konventionalstrafen (hier meistens Pönale genannt) an die Bank zu zahlen. In manchen VertrĂ€gen gibt die Nichteinhaltung eines Covenants der Bank auch das Recht, das Darlehn sofort fĂ€llig zu stellen. Siehe Bankkunden- Profil, Basel-II, Corporate Finance, Drittverzugs-Klausel, Downgrade-Trigger-Klausel ,Emerging Markets, Event of Default, Financial Covenants, Kredit-Punktbewertungsverfahren, Kreditverbriefung, Kunden, faule, Leveraged Loans, Mindestanforderungen an das Risikomanagement, Risikoabteilung, Risikogewichtung, Risikokontrolle, Risiko- Messverfahren, Risk Reporting, RisikoĂŒberwachung, gegliederte, Schock-BewĂ€ltigung, monetĂ€re, Szenarien, aussergewöhnliche. Vgl. Monatsbericht der EZB vom August 2007, S. 102 (Covenants bei Leveraged Buy-outs).

© UniversitÀtsprofessor Dr. Gerhard Merk, UniversitÀt Siegen