BĂRSENLEXIKON ARTIKEL
Eigenkapitalaustattung (capital adequancy)
Im einzelnen aufsichtsrechtlich genau definierter Begriff in Zusammenhang mit den Financial Soundness Indicators. Gemessen wird dabei das VerhĂ€ltnis zwischen aufsichtsrechtlichem Eigenkapital und den anrechnungspflichtigen Positionen (regulatory capital to risk-weighted assets), das VerhĂ€ltnis zwischen aufsichtsrechtlichem Kernkapital und allen anrechnungspflichtigen Positionen (regulatory tier1-capital to risk-weighted assets) und das VerhĂ€ltnis zwischen notleidenden Krediten (abzĂŒglich Risikovorsorge) und bilanziellem Eigenkapital (nonperforming loans net of provisions to capital). Die laufende Beobachtung der Eigenkapitalausstattung soll der genauen EinschĂ€tzung der Lage und des Risikos dienen und damit den Grundstein zur Krisenvorsorge bilden. Siehe CAMELS, Eigenkapital, Waiver-Regelung. Vgl. Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Dezember 2006, S. 69 ff. (Umsetzung der Eigenkapitalregelungen von Basel-II).

